SOT-Frühjahrsgespräch: Betriebswirtschaftliche und rechtliche Fragen zu Vermögenserhalt in Familienbetrieben

Frank-Thomasser, Waldner, Schmidl, Keglevich, Ludwig, Brodbeck © Richard Tanzer

Frank-Thomasser, Wald­ner, Schmidl, Kegle­vich, Lud­wig, Brod­be­ck ©Richard Tan­zer

Wien. Zum vier­ten Mal luden die SOT Süd-Ost Treu­hand Grup­pe und Liber­tas Inter­count Wien zum SOT-Frühjahrsgespräch ein. Am Pro­gramm stand das The­ma „Ver­mö­gens­er­halt in Fami­li­en­be­trie­ben“. Als Spea­ker hat­te man u.a. einen deut­schen Phi­lo­so­phen auf­zu­bie­ten, im Kern ging es um ein hand­fes­tes The­ma: Wie schafft man es, zu jenen 50% der Fami­li­en­un­ter­neh­men zu gehö­ren, die die Über­nah­me durch die nächs­te Gene­ra­ti­on mit Erfolg bestehen? 

Als Keyno­te Spea­ker refe­rier­te Prof. Karl-Heinz Brod­be­ck, deut­scher Phi­lo­so­ph, Krea­tiv­for­scher, Öko­nom und Wirt­schafts­ethi­ker über die Theo­rie des Gel­d­es.

Unter der Lei­tung von Mode­ra­to­rin Karin Keglevich-Lauringer dis­ku­tier­ten im Anschluss: Alix Frank-Thomasser, Part­ne­rin der Alix Frank Rechts­an­wäl­te GmbH, Eli­sa­be­th Wald­ner, Lei­te­rin der Finan­zie­rungs­struk­tu­rie­rung in der SOT-Süd-Ost Treu­hand, Anton Schmidl, Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der SOT Süd-Ost Treu­hand GmbH Kla­gen­furt und Carl Lud­wig Richard, Dr. Richard Ver­kehrs­be­trie­be.

Fried­rich Sprit­zey, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der SOT Süd-Ost Treu­hand und der Liber­tas Inter­count, beton­te die Wich­tig­keit des The­mas, da die meis­ten Unternehmensnachfolge-Fragen zu spät oder gar nicht in Angriff genom­men wür­den und dadurch oft­mals vie­le Unter­neh­mens­wer­te ver­nich­tet und emo­tio­nal viel Por­zel­lan zer­schla­gen wer­de.

Langfristige Planung und Kontrolle

Im Rah­men der Podi­ums­dis­kus­si­on mein­te Alix Frank-Thomasser, dass es von gro­ßem Vor­teil in Fami­li­en­un­ter­neh­men sei, mit allen Betei­lig­ten eine Art Fami­li­en­char­ta auf­zu­stel­len, die jähr­li­ch über­prüft wer­den soll­te. Anton Schmidl wie­der­um argu­men­tier­te, dass jene Nach­fol­ge­pro­jek­te am bes­ten funk­tio­nie­ren, wo lang­fris­tig geplant und so gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en auf­ge­baut wird.

Eli­sa­be­th Wald­ner emp­fahl Betrof­fe­nen, sich unbe­dingt auch mit ihrer Bank aus­ein­an­der­zu­set­zen. „Nur wer eine ver­trau­ens­vol­le Basis auf­ge­baut hat, kann, wenn Schwie­rig­kei­ten ent­ste­hen, bzw. Ver­mö­gensum­schich­tun­gen nötig wer­den, ein kon­struk­ti­ves Gesprächs­kli­ma erwar­ten. Idea­ler Wei­se macht man auch in einem Fami­li­en­un­ter­neh­men eine Due Dili­gen­ce. Das soll­te nicht nur bei einem Ver­kauf die Regel sein, son­dern auch bei einer klas­si­schen Unter­neh­mens­nach­fol­ge.“

Anton Schmidl emp­fahl Abklä­rung durch eine jähr­li­che Wirt­schafts­prü­fung. Carl-Ludwig Richard beton­te, wie wich­tig für eine gute Nach­fol­ge­re­ge­lung die Erzie­hung der Kin­der und die Über­mitt­lung einer Wer­te­hal­tung in der Fami­lie sei.

Nach­fol­ge kön­ne dann gut funk­tio­nie­ren, wenn man die­se recht­zei­tig plant und mit einem guten Team alle Pro­blem­fel­der offen dis­ku­tiert und ana­ly­siert, heißt es weiter: Ver­trau­en sei dabei eines der wich­tigs­ten Anfor­de­run­gen. Dann kön­ne man zu jenen 50 Pro­zent zäh­len, die die Über­ga­be eines Unter­neh­mens erfolg­reich abschlie­ßen.

Link: SOT

Link: Liber­tas Inter­count