Personalia, Recht

Baker & McKenzie macht Ex-Staatsanwalt Georg Krakow und Steuerprofessor Christoph Urtz zu Partnern

Urtz, Krakow ©Baker McKenzie
Urtz, Krakow ©Baker McKenzie

Wien. Die internationale Anwaltskanzlei Baker & McKenzie baut ihr Wiener Büro aus: Der Salzburger Universitätsprofessor Christoph Urtz, bisher bei Binder Grösswang, wurde zum Partner für Steuerrecht ernannt. Und der ehemalige Oberstaatsanwalt Georg Krakow, bekannt aus dem Bawag-Prozess und bisher Senior Consultant, ist nun Partner für Compliance und Wirtschaftsstrafrecht.

„Die Ernennung von zwei weiteren Partnern ist die logische Konsequenz aus dem starken Wachstum der vergangenen Jahre“, so Managing-Partner Gerhard Hermann in einer Aussendung.

Der Werdegang

Urtz studierte Wirtschaft und Jus in Wien. Nach seiner Dissertation in Steuerrecht und der Eintragung als Anwalt arbeitete er bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei LeitnerLeitner sowie als Universitätsassistent an der Universität Salzburg.

Dort habilitierte er sich 2009 zum Thema Gruppenbesteuerung, anschließend wirkte er als außerordentlicher Universitätsprofessor. Drei Jahre später wurde er auf den Lehrstuhl für Steuerrecht berufen. Seit 2012 arbeitete er bei der Kanzlei Binder Grösswang als Anwalt.

Christoph Urtz übernimmt mit 1. Mai die Leitung des Wiener Steuerrechtsteams bei Baker & McKenzie, seinen Lehrstuhl behält er bei. „Partner bei der umsatzstärksten Kanzlei der Welt zu werden, ist eine besondere Auszeichnung. Neben der Internationalität ist es aber vor allem die außergewöhnliche Entwicklung des Wiener Büros, die mich gereizt hat“, so Urtz.

In den nächsten Jahren will Christoph Urtz verstärkt einen Fokus auf transaktionsbezogenes Steuerrecht und die Besteuerung von Immobilien (Real-Estate-Taxation) legen, heißt es weiter. Darüber hinaus werde der 44-Jährige den Bereich Abgabenverfahren einschließlich des Verfahrens vor den Höchstgerichten ausbauen, sowie gemeinsam mit dem Team um Georg Krakow den Bereich Compliance und Finanzstrafverfahren weiterentwickeln.

Aufbauarbeit im Wirtschaftsstrafrecht

Der gebürtige Oberösterreicher Georg Krakow war Leiter der Rechtsabteilung von Möbel Lutz und trat 1998 als Spätberufener in die Justiz ein. Ab 2004 arbeitete er als Staatsanwalt bzw. Oberstaatsanwalt für Wirtschaftsstrafsachen in Wien. In dieser Zeit bearbeitete er zahlreiche prominente Fälle wie z.B. die Causen Parmalat, Amis und BBAG, österreichweit bekannt wurde er schließlich als Ankläger im Fall Bawag. Ab Anfang 2009 war er Kabinettschef im Justizministerium.

Im Oktober 2011 trat Krakow als Senior Counsel in die Kanzlei Baker & McKenzie ein. Mit seiner Eintragung bei der Wiener Rechtsanwaltskammer wurde der 48-Jährige nun zum Partner ernannt.

Krakow berate und unterstütze Unternehmen bei der Vermeidung (straf)rechtlicher Risiken, bei internen Ermittlungen und in Compliance-Fragen. Seine Schwerpunkte liegen in der strategischen wirtschaftsstrafrechtlichen Beratung und in der Entwicklung und Beurteilung von Compliance-Systemen.

„Durch die Aufbauarbeit der letzten Jahre konnte sich Baker & McKenzie über den Kernbereich Compliance hinaus nun auch im Wirtschaftsstrafrecht und bei den für Organe wichtigen internen Untersuchungen einen Namen machen“, so Krakow.

Die Law Firm

Baker & McKenzie hat nach eigenen Angaben heute rund 4.250 Anwälten an 77 Standorten und einen globalen Umsatz von über 2,5 Milliarden US-Dollar. In Österreich zählt die Diwok Hermann Petsche Rechtsanwälte LLP & Co KG als ein Mitglied von Baker & McKenzie über 40 Juristen.

Link: Baker & McKenzie

 

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