Finale beim ersten österreichischen Moot Court zum Wettbewerbsrecht

Siegerteam: König, Treitl, Lee ©DBJ
Siegerteam: König, Treitl, Lee ©DBJ

Wien. Am 20. Mai 2015 hat das Finale des ersten österreichischen Moot Courts zum Wettbewerbsrecht stattgefunden: Der >BWB Moot Court< ist eine gemeinsame Veranstaltung der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) mit ELSA Austria und der Wirtschaftsanwaltskanzlei Dorda Brugger Jordis. Die siegreichen Studierenden erhielten als Preis Buchgutscheine, vor allem aber die Chance auf einen späteren Job – sei es nun auf dieser oder jener Seite des Grenzzauns zwischen Behörde und Rechtsberatern.

Ein Moot Court ist bekanntlich ein simuliertes Gerichtsverfahren, in dessen Rahmen Jus-Studierende oder Absolventen einen Fall für die Gerichtsverhandlung vorbereiten und dann selbst verhandeln. Die jungen Juristinnen und Juristen können so juristische Arbeitstechniken in der Praxis erproben – wie z.B. das Verfassen erfolgreicher Schriftsätze oder den Auftritt vor Gericht.

Der Wettbewerb

Das fiktive Gericht des BWB Moot Courts setzte sich aus Kartellrechtsexperten von Dorda und Vertretern der Bundeswettbewerbsbehörde zusammen. Verhandelt wurde auf Basis eines fiktiven Falles, der sich mit einigen aktuellen kartellrechtlichen Problemstellungen, wie zB dem Verbot des Internethandels oder Drittplattformverboten (Amazon, ebay), befasst hat. Die Teams stammten aus sechs unterschiedlichen Universitäten (Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg, WU, Wien) und traten zu je 3 Leuten in einem schriftlichen und mündlichen Wettbewerb gegeneinander an.

Sieger des ersten österreichischen Wettbewerbsrecht-Moot-Courts ist das Team der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) bestehend aus Dominik König, Veronika Treitl und Sang Wha Lee, die sich in der Finalrunde gegen das Team der Universität Graz durchsetzten. Die Gewinner erhalten von Dorda Brugger Jordis Büchergutscheine im Wert von mehreren hundert Euro, heißt es.

Für die beste Einzelleistung beim BWB-Moot Court wurde Alexander Sporer ausgezeichnet, der im Team der Universität Innsbruck angetreten war. Auf ihn wartet ein Praktikum bei der Bundeswettbewerbshörde.

„Wir freuen uns sehr über den ersten BWB Moot Court in Österreich. Ziel ist es bei den Studenten und Studentinnen das Interesse für Kartell- und Wettbewerbsrecht zu wecken“, erklärt Peter Matousek, stellvertretender Generaldirektor der BWB.

Die Jobchancen

Gastgeber der Finalrunde war die Kanzlei Dorda Brugger Jordis. Neben der sportlichen Freude bot dieser Moot Court Dorda auch die Gelegenheit, gute Kontakte zu potenziellen Konzipientinnen und Konzipienten für das Kartellrechtsteam der Kanzlei zu knüpfen und sie schon im Vorfeld einer möglichen Zusammenarbeit bei der Arbeit zu beobachten, heißt es in einer Aussendung der Kanzlei lobend. „Perfekt für unser Recruitment – wir sind immer an hochqualifizierten und engagierten Jung-Juristinnen und -Juristen interessiert“, so Stephan Polster, Recruitment-Partner von Dorda und Leiter des Kartellrecht-Teams der Kanzlei.

Den Studierenden biete der Wettbewerb neben Karrierechancen auch eine willkommene, praxisbezogene Abwechslung zum akademischen Alltag. Der Wettbewerb soll im nächsten Jahr wieder stattfinden.

Link: BWB

Link: Dorda Brugger Jordis

 

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