
Wien. Der Aufsichtsrat der Raiffeisen Bank International (RBI) hat Andreas Gschwenter (46) zum COO (Chief Operating Officer) und CIO (Chief Information Officer) ernannt. Gschwenter tritt sein Amt am 1. Juli 2015 an und folgt darin Aris Bogdaneris nach, der die Bank im März verlassen hat. Die Aufgabe des Neuen lautet, bei den großen Kostenbrocken IT und Operations „Synergien und Einsparungspotenziale zu realisieren“, so die RBI.
Der Betriebswirt Gschwenter leitete seit 2010 als COO und CIO die Bereiche IT, Operations und Cost Management der Raiffeisen Bank Aval in der Ukraine. Seine Bestellung bedarf noch der Genehmigung der österreichischen Finanzmarktaufsicht.
Expertise in den Bereichen IT und Operations eignete sich Mag. Andreas Gschwenter den Angaben zufolge u.a. in verschiedenen Positionen der Bank Austria Creditanstalt bzw. der HVB in Rumänien, Serbien und zuletzt, vor seinem Wechsel in die Raiffeisen Bank Aval, als Vorstandsmitglied in der UniCredit Bank Russia an.
Für das Retail Banking (bis zum Abgang von Aris Bogdaneris ebenfalls von diesem verantwortet) wird weiterhin Klemens Breuer neben seiner Verantwortung für den Bereich „Markets“ zuständig sein.
Kosten senken ist geplant
In seiner neuen Funktion soll Gschwenter Synergien und Einsparungspotenziale realisieren, so die RBI: Dazu zählten beispielsweise die Verbesserung der Kostenstruktur der Gruppe, Konsolidierung und Verbesserung der konzernweit implementierten IT-Systeme, aber auch Optimierungen in den Bereichen Operations, Prozesse und Cost Management.
„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe. Die RBI hat ein erfolgreiches Geschäftsmodell und spielt in Österreich und CEE als Anbieter von Finanzprodukten eine wichtige Rolle. Ich bin dieser Bank emotional sehr verbunden und möchte die Erfahrungen der letzten Jahre einbringen, um sie noch erfolgreicher zu machen,“ so Gschwenter.
RBI-CEO Karl Sevelda zeigt sich in einer Aussendung über die Neuernennung erfreut: „Andreas Gschwenter ist nicht nur ein hervorragenden IT- und Operations-Experte, sondern darüber hinaus aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit für die Raiffeisen Bank Aval mit den konzerneigenen Prozessen und Aufgaben bereits sehr gut vertraut.“
Im 1. Quartal 2015 hat die RBI ein Ergebnis vor Steuern von 188 Millionen Euro geschrieben, um 22 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Sevelda möchte mittels eines Kostensparprogramms und des selektiven Rückbaus in Auslandsmärkten die Kostenbasis um 20 Prozent senken; man strebe mittelfristig eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an.
Der Return on Equity vor Steuern soll rund 14 Prozent und der Konzern-Return-on-Equity bei rund 11 Prozent liegen. Das Konzernergebnis für 2015 könne jedoch noch negativ ausfallen, da der Großteil der Restrukturierungskosten (gesamt rund 550 Millionen Euro) voraussichtlich noch 2015 gebucht werden wird, heißt es in der Aussendung zum 1. Quartal der Bank.
Link: RBI
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