
Baden/Wien. Mit 1. Juni 2015 tritt Gerald Fleischmann, zuletzt Generaldirektor der Salzburger Sparkasse, seine Funktion als Vorsitzender des Vorstandes der Volksbank Wien-Baden an. Fleischmann wird zudem auch dem Volksbankenverbund vorstehen: 8 Regionalbanken und zwei Spezialinstitute, die sich nach der Abspaltung der ÖVAG und Abwicklung als Abbaueinheit neu konstituieren.
Damit beginnt „eine neue Ära der Volksbanken in Österreich“, heißt es: Die Volksbank Wien-Baden werde zu einem starken Player in Ostösterreich mit Fokus auf die Unternehmen in dieser Region sowie auf die knapp 2,5 Millionen Bewohner in diesem Raum.
Gleichzeitig werde das Institut als Dienstleister und zentraler Koordinator für den neuen Verbund tätig sein, und Dienstleistungen wie IT, EDV, Liquiditätssteuerung, Marketing und Marktforschung koordinieren und die Kontakte zu FMA und EZB verantwortlich halten.
Die neue Rollenverteilung
„In ihrer Marktgestaltung in den Bundesländern bleiben die 8 Regionalbanken weitestgehend autonom“, so Fleischmann, der „mit großer Zuversicht“ auf die kommenden Jahre blickt: „Schließlich haben die Volksbanken per se in der Vergangenheit eine gute Performance geliefert.“
In den kommenden Wochen und Monaten – parallel zur Abwicklung der ehemaligen ÖVAG – werde sich der Volksbankenverbund in Österreich konstituieren, aus ehemals mehr als 40 Volksbanken entstehen durch Fusionen 8 starke Regionalbanken, wie es heißt.
„Wir konzentrieren uns auf die regionalen Märkte und stecken internationale Ambitionen bewusst zurück. Es gibt genügend Wertschöpfung in den österreichischen Bundesländern“, so Fleischmann.
Fleischmann, der die Volksbank Wien-Baden gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Josef Preissl und dem für Markt und Marketing verantwortlichen Wolfgang Schauer, bis vor kurzem noch Vorstandsdirektor der Volksbank Kufstein/Kitzbühel leitet, will die neue Strategie der Bank bis Anfang September kollegial ausarbeiten: „Bis dahin haben wir den Verbund konstituiert, die Übernahme von bisherigen ÖVAG Mitarbeitern, die wir benötigen und auch die Verhandlungen mit EZB und FMA abgeschlossen. Wir werden als systemrelevante Bank eingestuft und unterliegen dann den Bestimmungen der EZB. Das macht uns stark. Bis zum Herbst sollte auch das vorübergehende Rating durch Fitch wieder deutlich upgegraded sein.“
Link: Volksbank Wien-Baden
Jetzt den Newsletter von Extrajournal.Net abonnieren
Täglich aktuell in Ihrer Mailbox.