
Wien. Der Fachverbandsausschuss der Österreichischen Pensionskassen hat Andreas Zakostelsky erneut einstimmig zum Obmann gewählt. Für Zakostelsky ist dies die zweite Funktionsperiode, er ist bereits seit 2010 im Amt. Für die nächsten fünf Jahre stehen für ihn u.a. die Verankerung von Pensionskassen in Kollektivverträgen und das Investieren in Leitbetriebe sowie soziale Einrichtungen am Themenprogramm.
Der wiedergewählte Obmann hat für seine neue Amtszeit laut den Angaben folgende thematischen Schwerpunkte definiert:
- Forcierung des Dialogs mit allen Anbietern der 2. und 3. Säule des Pensionssystems zur Stärkung einer Gesamtstrategie in der Altersvorsorge,
- Überzeugungsarbeit zur Aufnahme von Firmenpensionen in Kollektivverträge sowie
- Analyse und Bewertung neuer Veranlagungsansätze.
Vereinbarungen über Zusatzpensionen in allen Kollektivverträgen
„Die 2.Säule sollte in den kommenden Jahren natürlich weiter wachsen und flächendeckend werden: Firmenpensionen sind in Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine gute Option, weil sie weniger Abgaben bewirken als Gehaltserhöhungen. Es wäre daher sinnvoll, wenn die Sozialpartner Vereinbarungen über Zusatzpensionen in allen Kollektivverträgen vorsehen“, so Zakostelsky.
Neue Veranlagungsansätze – Investition in Leitbetriebe
Langfristig denke man zudem über neue Veranlagungsansätze nach. Neben bestehenden Kommunalfinanzierungen werden Veranlagungen in soziale Einrichtungen, wie u. a. Pflegeheime geprüft. Auch gezielte Investitionen in heimische Leitbetriebe (wo Bund und Länder Kernaktionäre sind), seien denkbar.
Der 1992 gegründete Fachverband der Pensionskassen gehört zur Bundessparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Österreich. Derzeit sind sechs überbetriebliche und acht betriebliche Pensionskassen Mitglied. Die 14 Pensionskassen veranlagen aktuell ein Vermögen von mehr als 20 Mrd. Euro.
Link: FV der Pensionskassen
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