Open menu
x

Bequem up to date mit dem Newsletter von Extrajournal.Net!

Jetzt anmelden, regelmäßig die Liste der neuen Meldungen per E-Mail erhalten.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Newsletter-Seite sowie in unserer Datenschutzerklärung.

Recht, Steuer

Flüchten Austro-Stiftungen nach Liechtenstein? Zürcher Kantonalbank und FPLP sehen Herdentrieb

Linz. Werden viele österreichische Stiftungen in Zukunft „eine Verlegung ihres Sitzes nach Liechtenstein überlegen”? Manfred Wieland von der Zürcher Kantonalbank Österreich ist überzeugt davon. Die Bank lud unter dem Titel „Stiftung Next Generation“ zu einem Vortragsabend nach Linz. Rudolf Fiebinger von der Kanzlei FPLP schildert die aktuellen Entwicklungen.

Vor rund 30 Gästen in der Stahlwelt der voestalpine erläuterten neben Manfred Wieland auch Johannes Zollner vom Institut für Unternehmensrecht an der Karl-Franzens-Universität Graz und Rechtsexperte Rudolf Fiebinger von der Kanzlei Fiebinger Polak Leon (FPLP), die aktuellen Entwicklungen rund um den Themenbereich Stiftungen.

„Steuerliche Vorteile in Österreich beseitigt“

Im Mittelpunkt stand dabei der Vergleich von Stiftungen in Österreich und Liechtenstein. „In Österreich wurden zuletzt wesentliche steuerliche Vorteile der Privatstiftung beseitigt und weitere Verschlechterungen sind absehbar“, so Wieland. “Ein Wechsel nach Liechtenstein ist für viele Stiftungen eine nahegelegene und sehr attraktive Alternative.”

Johannes Zollner (Uni Graz): „Der Stiftungsstandort Liechtenstein bietet den Vorteil eines deutlich größeren Gestaltungsspielraums für den Stifter. Anders als in Österreich kann der Stifter sich und seinen nachfolgenden Generationen Einfluss und Kontrolle auf die Stiftungsverwaltung sichern.“ Zollner sieht den Wettbewerb zwischen den beiden Stiftungsstandorten Österreich und Liechtenstein voll entbrannt: “Stifter werden sich in Zukunft gut überlegen, in welchem der beiden Länder sie ihre Vorstellungen von einer gelungenen Nachfolgeplanung durch eine Privatstiftung besser erreichen können.“

Niederlassungsfreiheit trifft auch auf Stiftungen zu

Rechtsanwalt Rudolf Fiebinger betont, dass die europarechtliche Niederlassungsfreiheit auch auf Stiftungen zutrifft: “Angesichts der rechtspolitischen Entwicklung in Österreich erscheint es wohl angebracht, sich über einen Wegzug aus Österreich Gedanken zu machen.“

Ein Wegzug einer Stiftung aus Österreich – beispielsweise nach Liechtenstein – sei noch nicht ausjudiziert, wede aber von der Kanzlei gerade betrieben, so Fiebinger.

Link: FPLP

Link: Zürcher Kantonalbank

 

Weitere Meldungen:

  1. Augusta bringt den Wasserstoff: Bayern baut Pipeline mit Clifford Chance
  2. NordLB verkauft Flugzeug-Kredite um 1,67 Mrd. Euro mit Hogan Lovells
  3. Kathrin Frauscher wird CEO von BMW Financial Services
  4. Bezahlsysteme: Shift4 holt sich Vectron mit Gleiss Lutz