28. Jul 2015   Bildung & Uni Recht

Rechte, Pflichten und Haftung: Der arbeitsteilige Vertrieb von Wertpapieren

©Verlag Österreich
©Verlag Österreich

Wien. Geld anlegen, Geld verlieren, klagen – diesem Schema folgen seit Jahren tausende österreichische Investoren. Die Rechte, Pflichten und Haftung im Verhältnis zwischen Anleger, selbstständigem Anlageberater und Bank stehen im Mittelpunkt von „Der arbeitsteilige Vertrieb von Wertpapieren“ (Lamplmayr).

Der Verlag Österreich gibt folgende Beschreibung des typischen Szenarios: Ein Anleger wendet sich an seinen persönlichen Anlageberater, weil er Wertpapiere erwerben möchte. Mangels Konzession als Kreditinstitut muss der Anlageberater nach erfolgreicher Beratung zur Abwicklung des Erwerbsvorgangs eine Bank einschalten.

Ausgehend von diesem praktisch alltäglichen arbeitsteiligen Vertriebsmodell untersuche die vorliegende Arbeit zahlreiche Rechtsfragen, die sich aus der Zusammenarbeit von Banken und selbstständigen Wertpapierdienstleistern ergeben:

  • Führt die Zwischenschaltung des Beraters zu einer Reduktion der die Bank treffenden Pflichten? Welche dieser Pflichten bleiben gegenüber dem Anleger jedenfalls aufrecht?
  • Was hat die Bank zu tun, wenn der Anleger erkennbar unzureichend aufgeklärt und beraten wurde?
  • Unter welchen Umständen haftet die Bank für Beratungsfehler des selbstständigen Anlageberaters? Die jüngste OGH-Judikatur zu dieser Zurechnungsfrage wird kritisch analysiert.
  • Welchen Einfluss haben typischerweise zwischen Bank und Anlageberater bestehende Provisionsvereinbarungen auf Pflichten und Haftung beider Dienstleister gegenüber dem Anleger?

Darüber hinaus leiste die Arbeit einen Beitrag zur lebhaften Diskussion über das Verhältnis zwischen den europarechtlich geprägten Verhaltensregeln im Aufsichtsrecht (Wertpapieraufsichtsgesetz) und allgemein-zivilrechtlichen Pflichten von Dienstleistern im Effektengeschäft.

Der Autor

Autor MMag. Dr. Alexander Lamplmayr ist Mitarbeiter am Institut für Zivilrecht der Universität Innsbruck. Die Arbeit wurde mit dem VKB-Wissenschaftspreis 2014 (Preis der VKB-Genossenschaftsstiftung Dr. Pfeifauf) ausgezeichnet.

Link: Verlag Österreich

 

    Weitere Meldungen:

  1. Neuer Kommentar zu Liechtensteins Stiftungen
  2. Die Rechtshandbücher zum Hass im Netz
  3. Schienenkartell: Clifford Chance vertritt Moravia
  4. Der Einzelabschluss im Fokus