10. Aug 2015   Recht Tipps

Geld, Accessoires, Medikamente: Bei Fälschung kann auch dem Käufer Haft drohen, warnt Allianz

Wien. Fälschungen kommen immer mehr in Mode, heißt es bei Allianz Global Assistance: In jüngster Zeit boomen sie nicht nur in den Bereichen Kleidung, Kosmetik und High Tech, sondern auch bei Medikamenten. Dazu ist in zahlreichen Ländern Falschgeld im Umlauf. Das Problem für neugierige Touristen: Auch der Erwerb eines gefälschten Markenprodukts könne einen Straftatbestand darstellen. 

Die Zollkontrollen in der EU werden verschärft, der Kampf gegen Fälschungen hat bei den Behörden hohe Priorität, so die Allianz.

Verdorbene Urlaubsstimmung

Oft lasse sich der eine oder andere Urlauber zu leichtsinnigen Einkäufen hinreißen. Genau betrachtet handelt es sich dann mitunter um betrügerische Imitate, die im Grunde leicht zu erkennen wären, heißt es weiter.

In vielen Ländern, insbesondere in der Europäischen Union, stelle der Erwerb von Fälschungen einen Straftatbestand dar, der mit einer Geldstrafe oder gar Inhaftierung geahndet werden kann. Selbst dann, wenn die Artikel in gutem Glauben gekauft wurden, betonen Experten der Allianz Global Assistance. Als Warnsignale bzw. Tipps sieht die Allianz:

  • Straßenverkäufer und Stände im Hinterhof meiden.
  • Der Preis ist zu niedrig, der Händler akzeptiert nur Bargeld und gibt keine Verkaufsquittung.
  • Die Qualität lässt zu wünschen übrig: Fabrikationsfehler, unsauber gearbeitete Nähte, ein falsch geschriebenes oder schlecht gedrucktes Etikett.
  • Die Verpackung erfolgt in billigem Plastik und ohne Echtheitsnachweis.

Auch rezeptpflichtigen Medikamenten, die man via Internet erwirbt, fehlt oft die Wirksamkeit oder sie enthalten sogar toxische Substanzen. „Wer auf Reisen erkrankt oder einen Unfall erleidet, sollte Arzt oder Krankenhaus aufsuchen und verschriebene Medikamente nur vom Mediziner direkt oder von der Apotheke vor Ort beziehen“, rät Allianz Global Assistance.

Dringend abzuraten sei vom Geldwechseln auf der Straße: Weltweit wurden im ersten Halbjahr 2015 mehr als 450.000 „Euro-Blüten“ aus dem Verkehr gezogen. Wer nicht schon zu Hause Geld wechseln möchte, sollte dies bei einem Bankautomaten oder einer autorisierten Wechselstube tun. Urlauber sollten sich zudem vorab mit der lokalen Währung vertraut machen, um eine Fälschung rasch erkennen zu können. Und schließlich empfiehlt es sich, stets kleine Geldscheine dabei zu haben und das Wechselgeld immer sorgfältig zu überprüfen.

Link: Allianz Assistance

 

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