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Business

Versicherer sind zu beschäftigt für Innovationen

Alexander Lippner ©KPMG
Alexander Lippner ©KPMG

Wien. Der großen Mehrheit der Versicherungsunternehmen ist bewusst, dass  Innovationen der Schlüssel für zukünftigen Erfolg sind. Bei den meisten Versicherern scheitert es aber hinsichtlich der Umsetzung. Für den Fortschritt habe man einfach wegen des anstrengenden Alltagsgeschäfts zu wenig Zeit, hieß es in einer KPMG-Befragung.

Knapp 80 Prozent der Befragten geben an, mit den täglichen Anforderungen des Arbeitsalltags ausgelastet zu sein. Bei drei Viertel ist zudem die interne Kernkompetenz für die Umsetzung von Innovationen nicht gegeben. Zu diesem Ergebnis kommt die KPMG-Studie „A new world of opportunity: The insurance innovation imperative“, die unter 280 Führungskräften der Versicherungsbranche in 20 Ländern erhoben wurde.

„Versicherungskunden, Aktionäre und Mitarbeiter erwarten Innovationen und sehen sie als zukünftigen Wettbewerbsvorteil und Wachstumsfaktor. Das wissen wir aus dem Prüfungs- und Beratungsalltag. Versicherungsunternehmen können nicht weiterhin mit Wachstum rechnen, ohne innovative Ideen zu fördern“, sagt Georg Weinberger, Partner bei KPMG in einer Aussendung.

Als größte Herausforderung der Innovationsfindung wird die Konkurrenz gesehen. Neue Wettbewerber mit flexibleren Unternehmensstrukturen empfinden rund die Hälfte der befragten Unternehmen als zusätzliche Belastung. Vier von zehn Teilnehmer nehmen den steigenden Wettbewerb sowie bestehende Konkurrenten als große Herausforderung wahr.

Kein Patentrezept für innovative Ideen

Trotz der Ressourcenknappheit und der Herausforderungen sind laut der Analyse Versicherungsunternehmen bereit, in die Innovationsfindung zu investieren. Die größten Chancen werden in den nächsten zwei Jahren für die Verbesserung der operativen Prozesse (60 Prozent) gesehen, die Hälfte der Versicherer sieht Potenzial für die Integration von Technologien in die Unternehmensziele sowie die Stärkung der Kundenloyalität.

Zwei Drittel der Befragten gaben an, sich bereits in anderen Branchen Inspiration für Innovationsmodelle zu holen. Die Studie zeigt auch, dass Versicherer ihren eigenen Weg finden müssen, um neue Geschäfts- und Betriebsmodelle zu entwickeln und Partnerschaften einzugehen. Nur so können sie auch weiterhin im Wettbewerb bestehen.

Das Rad ist bereits erfunden

„Österreichische Versicherungen haben Aufholbedarf. Sie müssen das Rad nicht neu erfinden sondern können von globalen Spielern und anderen Branchen lernen. Wichtig ist dabei, nicht nur bestehende Geschäftsbereiche oder Prozesse neu zu überdenken sondern innovative, für den Kunden wertschöpfende Dienstleistungen zu entwickeln“, so KPMG-Partner Alexander Lippner.

Link: KPMG

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