16. Okt 2015   Business Recht

Betrieblicher Rechtsschutz fix im Makler-Portfolio

Wien. Immer mehr Unternehmen fragen betrieblichen Rechtsschutz nach, so der Österreichische Versicherungsmaklerring (ÖVM): Der Anteil der Makler, die Produkte in diesem Segment vermitteln, ist laut einer Studie in den vergangenen zwei Jahren von 79 auf 88 Prozent gestiegen. Eine solche Versicherung ist kein Allheilmittel, sondern zielt auf einige wenige Problemgebiete ab – wo es besonders häufig Streitigkeiten gibt.

Keine andere Sparte konnte in diesem Zeitraum einen höheren Anstieg verzeichnen. Auch die positive Grundstimmung nehme zu, so der ÖVM: 92 Prozent der österreichischen Versicherungsmakler gehen davon aus, dass die Geschäftsentwicklung im Bereich „Betrieblicher Rechtsschutz“ zunimmt oder zumindest konstant bleibt.

Diese Zahlen gehen aus der aktuellen „Assekuranz Award Austria“-Studie des Österreichischen Versicherungsmaklerrings (ÖVM) hervor, die in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Wissma durchgeführt wurde. Dabei wurden rund 500 Makler befragt.

Große Bandbreite

Makler ebenso wie Versicherungen profitieren von den zunehmenden Risiken und Schadensfällen im Geschäftsumfeld, heißt es: „Die Palette beim betrieblichen Rechtsschutz ist dementsprechend breit. Sie reicht vom Verkehrsunfall mit dem Firmenwagen über Serverausfälle und Datenklau bis zu Auffassungsunterschieden beim angewandten Dienstrecht oder sozialversicherungsrechtlichen Streitfragen. Hier geht es immer ums Eingemachte, und oft um kleine Details. Daher legen Makler wie Versicherungskunden größten Wert auf Flexibilität, Prämienhöhe und Schadensabwicklung“, so Alexander Punzl, Präsident des Österreichischen Versicherungsmaklerrings.

Zufrieden mit Versicherern?

Österreichs Makler greifen beim betrieblichen Rechtsschutz im Schnitt auf die Produkte von drei unterschiedlichen Versicherungsunternehmen zurück. Dabei habe die Zufriedenheit der Makler mit den Anbietern im Bereich des betrieblichen Rechtsschutzes zugenommen. Der Anteil jener Makler, die die Produktqualität als „ausgezeichnet“ bzw. „gut“ beurteilen, sei seit 2013 von 89 auf 95 Prozent gestiegen. Bei der Prämienhöhe kletterte der Wert von 78 auf 87 Prozent, bei der Schadensregulierung ebenso von 78 auf 87 Prozent.

Lob gibt es auch für die Schadensabwicklung. Jeder dritte Makler (38%) freut sich, dass die Regulierung von eindeutigen Schadensfällen maximal nur eine Woche dauere. Vor zwei Jahren war es nur jeder Vierte (23%).

Wo sie hilft und wo nicht

Mit einer betrieblichen Rechtsschutzversicherung können Unternehmen ihre firmeneigenen Interessen und ihre Arbeitnehmer/innen bei der Ausübung ihrer dienstlichen Tätigkeit schützen, erinnert der ÖVM: Rechtlich abgedeckt sind vor allem die Bereiche Schadenersatz, Strafrecht, Sozialversicherungsrecht und Arbeitsrecht.

Im Ernstfall komme der Versicherer für Kosten auf, die durch einen Rechtsbeistand, Sachverständige, Zeugen oder das Gericht selbst verursacht werden. Hinzu kommen Reisekosten und andere anfallende Gebühren. Dadurch können sich Unternehmer, die ihre geschäftlichen Interessen rechtlich gewahrt sehen möchten, finanziell absichern und somit einfacher zu ihrem Recht kommen. Allfällige Schäden oder Strafen sind hingegen nicht abgedeckt.

Link: ÖVM

 

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