Wiener Börse mit einem Viertel mehr Aktien-Umsatz

29. Dez 2015   Business

Wien. Mehr Handelsumsatz und höhere Kurse, aber auch größere Zurückhaltung bei der Kapitalaufnahme durch die Unternehmen kennzeichneten das Geschehen an der Wiener Börse im Jahr 2015.

Die Wiener Börse kann auf ein solides Jahr 2015 zurückblicken, heißt es in einer Mitteilung: Der Aufwärtstrend bei den Aktienumsätzen hält mittlerweile seit mehr als zwei Jahren an. Ein Zuwachs von 24,27% beim Handelsvolumen, ein Plus von 11,20 % beim österreichischen Leitindex ATX und Neuerungen im Anleihe-Handel seien die Highlights des Jahres.

Per 15. Dezember 2015 beträgt die Marktkapitalisierung der Wiener Börse 86,28 Mrd. Euro. Das ist immerhin ein Zuwachs von 7,86% gegenüber dem Vorjahresultimo. Die Leitzinserhöhung in den USA im Dezember werde tendenziell die Attraktivität von europäische Aktien 2016 erhöhen, meinen die Börse-Vorstände Birgit Kuras und Michael Buhl,

Aktienumsatz legt um fast ein Viertel zu

Die Umsatzaktivität bei Aktien war das ganze Jahr über auf hohem Niveau und um 24,27% höher als im Vorjahr. Insgesamt belief sich das Handelsvolumen an der Wiener Börse bei Beteiligungswerten heuer per 15. Dezember 2015 auf 56,69 Milliarden Euro (Zum Vergleich: 1. Jänner 2014 bis 15. Dezember 2014: 45,62 Mrd. Euro).

Von Februar bis November 2015 verzeichnete die Wiener Börse in jedem einzelnen Monat ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmen heuer verhaltener bei Kapitalaufnahme

  • Nach einem Rekordjahr bei Kapitalerhöhungen im Vorjahr (Volumen 2014 rund 4 Mrd. Euro) waren die Unternehmen heuer vorsichtiger. Es gab sechs Kapitalerhöhungen von vier Unternehmen um rund 320 Mio. Euro; ein Börsegang konnte, im Gegensatz zum Vorjahr, keiner verzeichnet werden.
  • Negativ waren die Börse-Abgänge von ATB, Head, MIBA und Bene, die aufgrund von Übernahmen, Unternehmenssanierung oder einer geänderten Eigentümerstrategie in diesem Jahr vom Kurszettel der Wiener Börse verschwanden.
  • Dafür lief die Unternehmensfinanzierung über Anleihen weiterhin gut. Nach einem besonders starken Jahr 2014 gab es heuer 30 neue Corporate Bonds mit einem Gesamtvolumen von rund 5,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,2 Mrd. und 39 CBs).

Die Themen für 2016

Der Wiener Börse-Vorstand erwartet für das Jahr 2016 ein anhaltend großes Interesse von Investoren und Handelsteilnehmern, vor allem weil die Qualität der österreichischen börsenotierten Unternehmen auch im kommenden Jahr überzeugen werde. „Die Niedrigzinspolitik, ein schwächerer Euro und weiterhin niedrige Energiekosten können der Aufwärtsentwicklung des ATX im nächsten Jahr zuträglich sein“, so der Vorstand der Wiener Börse.

Die Wiener Börse appelliert weiterhin an die Politik für eine Stärkung von Eigenkapitalfinanzierung und Aktienkultur in Österreich. „Einzelne Maßnahmen wie die Prospektrichtlinie im Rahmen der europäischen Kapitalmarktunion versprechen Erleichterungen, vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen. Auf dieser Linie sollte in Österreich auf nationaler Ebene rasch weitergearbeitet werden. Konterkarierende Maßnahmen wie eine Finanztransaktionssteuer, die nicht einmal EU-weit unterstützt wird, sollte dringend von der Agenda gestrichen  werden“, so Buhl.

Link: Wiener Börse

 

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