07. Jan 2016   Steuer

EY Österreich lässt Mitarbeiter 7% mehr büffeln

Wien. EY Österreich legt im neuen Nachhaltigkeitsbericht erneut den Einfluss auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt offen, so der Beratungsmulti: Seine Beschäftigten sind demnach jung, bunt, überdurchschnittlich oft weiblich und ausgesprochen lernwillig. Dagegen ist EY laut den eigenen Zahlen nicht gerade ein Vorbild bei der Beschäftigung älterer Mitarbeiter.

Der Bericht bezieht sich auf das vom 1. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2015 dauernde Geschäftsjahr 2015. Die Zahlen zur Darstellung der Nachhaltigkeitsaktivitäten wurden extern geprüft und haben das Gütesiegel der Global Reporting Initiative GRI erhalten, so EY.

Helmut Maukner, Country Managing Partner von EY Österreich: „Der Wert eines Unternehmens bemisst sich schon lange nicht mehr nur anhand von Finanzkennzahlen. Er hängt auch maßgeblich von der Frage ab, wie es seiner sozialen, ökonomischen und ökologischen Verantwortung gerecht wird. Das heißt zum Beispiel, wie es mit Ressourcen umgeht, welchen ökologischen Fußabdruck es hinterlässt, wie es ein Arbeitsumfeld schafft, das Inklusion, Diversität und Weiterentwicklung zur obersten Maxime macht und wie es seine Rolle in der Gesellschaft interpretiert“.

  • Bei der Einstellung von Mitarbeitern lege man besonderes Augenmerk auf eine vielfältige Zusammenstellung der Teams.
  • Dabei spiele speziell die Förderung von Frauen eine wichtige Rolle: Insgesamt liegt der Frauenanteil bei EY Österreich bei 57 Prozent, zwei Drittel der im Geschäftsjahr 2015 eingestellten Mitarbeiter seien weiblich. Elfriede Baumann, People Partnerin bei EY Österreich: „Gleichstellung und Frauenförderung sind zentrale Fundamente unserer Unternehmenskultur. Deshalb gibt es bei EY auch zahlreiche interne Programme, die Frauen in den unterschiedlichsten Abschnitten ihrer Karriere fördern sollen. Diese Bemühungen tragen Früchte. Wir haben den Frauenanteil im Management in den letzten Jahren kontinuierlich auf über 40 Prozent gesteigert.“
  • Neben einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Frauen und Männern sei vor allem Internationalität ein wichtiger Faktor bei der Zusammensetzung der Teams und bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Man beschäftige in Österreich momentan Menschen aus 25 Nationalitäten, die 37 Sprachen abdecken.

Nur 15% der neuen Mitarbeiter sind 30+

Aktuell sind 55 Prozent aller Mitarbeiter unter 30 Jahre alt, 85 Prozent der im vergangenen Geschäftsjahr eingestellten Personen gehören dieser Altersgruppe an, so EY. Zur Förderung der Karriereambitionen stehe allen Mitarbeitern ein eigener Counselor zur Seite, der gemeinsam mit ihnen die für ihre Karriere notwendigen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen ermittelt und sie auf ihrem weiteren beruflichen Weg begleitet.

Alleine im letzten Geschäftsjahr hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter im Schnitt 73,3 Fortbildungsstunden konsumiert, um sieben Prozent mehr als im Jahr davor.

Flexible Arbeitsverhältnisse

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu fördern und eine ausgewogene Work-Life-Balance sicherzustellen, biete EY seinen Mitarbeitern eine Vielzahl an flexiblen Arbeitsmodellen.

  • Rund ein Viertel (22,8%) der Mitarbeiter ist in individuell vereinbarten Teilzeitarbeitsverhältnissen angestellt.
  • Neue Informations- und Kommunikationstechnologien und die Möglichkeit des mobilen Arbeitens ermöglichen es den Mitarbeitern, Arbeitszeit und -ort flexibel zu wählen. Online-Meetings, Videokonferenzen und Sharing-Plattformen sollen dazu beitragen, die Reisetätigkeit einzuschränken und die CO2-Bilanz weiter zu verbessern.
  • Zur besonderen Unterstützung von (werdenden) Eltern ermögliche EY mit dem „stay in touch“-Programm die flexible Planung von Karenz und Wiedereinstieg.
  • Zum Stichtag 30. Juni 2015 war mehr als ein Fünftel (21,2%) der karenzierten Mitarbeiter während der Karenz geringfügig beschäftigt.

Informieren und bilden

Im Rahmen der „Vision 2020“ habe sich EY das Ziel gesetzt, die Gesellschaft positiv mitzugestalten und wirtschaftlich relevante Prozesse zu verbessern. Diesem Anspruch möchte man u.a. durch die kostenlose Weitergabe von Fachwissen und das Bereitstellen von Informationen zu aktuellen wirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen gerecht werden, durch Seminare, Newsletter u.a.

EY sei weiters die erste österreichische Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die über ein eigenes zertifiziertes Umweltmanagementsystem verfügt. Dieses basiert auf der EMAS-Verordnung (Eco-Management and Audit Scheme) sowie dem Standard ISO 14001 und stelle sicher, dass alle umweltrelevanten Prozesse und Verantwortlichkeiten im Unternehmen umfassend geregelt sind.

Brigitte Frey, Partnerin bei EY Österreich und Leiterin des Bereichs Climate Change and Sustainability Services: „Wir haben in den letzten drei bis vier Jahren speziell in den Bereichen Energie und CO2 zahlreiche wichtige Schritte gesetzt. Am Standort Wien sind wir zum Beispiel komplett auf Ökostrom umgestiegen, wodurch wir unsere CO2-Emissionen im letzten Geschäftsjahr um 70,5 Tonnen reduzieren konnten.“

Link: EY

 

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