25. Feb 2016   Recht Tipps

VKI stutzt automatisches Babysitter-Abo zurück

Wien.  Auf betreut.at können Verbraucher kostenpflichtige Premium-Abos abschließen, entweder für einen, drei oder zwölf Monate. Abos, die nicht rechtzeitig gekündigt wurden, wurden von der Plattform bisher automatisch verlängert. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) mahnte das Unternehmen daraufhin ab. Denn automatische Vertragsverlängerungen sind laut VKI nur unter engen Bedingungen zulässig.

Jetzt ändert betreut.at die AGB. Betroffene, deren Abos automatisch verlängert wurden, können ihren Vertrag nun kündigen und unrechtmäßig eingehobene Beiträge zurückfordern

Die Online-Plattform betreut.at vermittelt Alltagshilfen, u.a. Tagesmütter und BabysitterInnen. Das Anlegen eines Profils auf der Seite ist kostenlos, wer den Service jedoch ohne Einschränkung nutzen und auf Kontaktvorschläge des Anbieters antworten möchte, muss ein kostenpflichtiges Premium-Abo abschließen. Das Monatsabo kostet 35 Euro. Wer nicht rechtzeitig kündigte, wurde bisher automatisch verlängert, so der VKI in einer Aussendung.

Unzulässiger Automatismus

„Die entsprechenden AGB-Klauseln waren einerseits widersprüchlich und verwirrend“, kritisiert VKI-Juristin Ulrike Docekal. „Andererseits verstieß die Regelung auch gegen das Konsumentenschutzgesetz, das automatische Vertragsverlängerungen nur unter engen Bedingungen zulässt. Im Fall von betreut.at waren diese Voraussetzungen nicht gegeben. Konsumentinnen und Konsumenten gingen davon aus, dass ein Monatsabo wirklich nach einem Monat endet.“

Vorsicht bei intensiver Nutzung

Kundinnen von betreut.at, die von der automatischen Verlängerung betroffen sind, können ihren Vertrag nun beenden und bereits geleistete Zahlungen gegebenenfalls zurückfordern.

Link: VKI

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