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Business, Recht

Bei Insolvenzen ist Talsohle durchschritten, so KSV

Wien. Im 1. Quartal 2016 ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen deutlich gestiegen. Auch sind 38% mehr Dienstnehmer betroffen, hält die auf einer Hochrechnung basierende Insolvenzstatistik des KSV1870 fest.

Der Anstieg der eröffneten Unternehmensinsolvenzen um 12% bedeute, dass der prognostizierte Zuwachs nun messbar geworden und die Talsohle durchschritten ist, heißt es weiter. Der Anstieg der Passiva um 280% klinge allerdings spektakulärer als er ist: Er ist der Pleite zweier reiner Holdinggesellschaften geschuldet.

Die beiden Unternehmen Activ Solar und Slav Handel haben ihre Verbindlichkeiten vor allem gegenüber ukrainischen Banken. Diese Fälle, bei denen auch eingefrorenes Vermögen eine Rolle spielt, stellen keine typischen österreichischen Pleiten dar und verzerren daher die Gesamtstatistik, so der KSV. Doch auch davon abgesehen sei ein Anstieg der Passiva sowie ein eklatanter Zuwachs bei den betroffenen Dienstnehmern um 38% zu registrieren.

Ein Lichtblick

KSV-Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner: „Erfreulich ist, dass sich die nicht eröffneten Insolvenzverfahren, die zuletzt stark zurückgingen, weiter auf eher niedrigem Niveau halten. Die Eröffnung beendet ja ein oft jahrelanges Siechtum und bietet die Chance zur Sanierung. Ganz und gar nicht erfreulich hingegen ist der Anstieg der betroffenen Dienstnehmer auf 6.200 im ersten Quartal. Besonders in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit ist zu hoffen, dass zumindest ein Teil der betroffenen Jobs erhalten werden kann.“

Auf dem Niveau des Vorjahresquartals blieb die Zahl der Privatkonkurse sowie der davon betroffenen Verbindlichkeiten.

Link: KSV1870

 

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