21. Apr 2016   Business Tech

Österreich mit dritthöchster Forschungsquote aller EU-Länder

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Wien. Wenn Forschung und Entwicklung (F&E) der Königsweg in eine bessere Zukunft sind, dann darf Österreichs Wirtschaft hoffen. Laut Forschungs- und Wirtschaftsminister Mitterlehner und Statistik Austria werden die F&E-Ausgaben 2016 um 2,9 Prozent steigen. Die Forschungsquote wird die dritthöchste der gesamten EU sein.

Konkret werden Österreichs Bruttoinlandsausgaben für F&E 2016 auf 10,74 Milliarden Euro steigen, was einem Plus von 2,9 Prozent entspricht. Die F&E-Quote liege somit wieder über drei Prozent und deutlich über dem EU-Schnitt von zwei Prozent.

„Österreich erreicht jetzt die dritthöchste Forschungsquote aller EU-Länder. Zuletzt haben wir Deutschland überholt, jetzt Dänemark. Damit sind wir auf dem richtigen Weg“, so Mitterlehner zur aktuellen Prognose der Statistik Austria.

Man arbeite laufend an weiteren Verbesserungen. „Für heuer steigt die steuerliche Forschungsprämie von zehn auf zwölf Prozent. Damit können wir die Entwicklung von Innovationen stärker unterstützen und werden noch attraktiver für Forschungsabteilungen internationaler Unternehmen“, so Mitterlehner.

Weitere Maßnahmen umfassen den Angaben zufolge:

  • die Steigerung des Budgets von Universitäten oder von außeruniversitären Einrichtungen wie dem IST Austria
  • die Erleichterung bei Gemeinnützigen Stiftungen und
  • Zuzugsprämien für internationale Spitzenforscher.

„Hier werden wir weiter ansetzen, um den Sprung vom Innovation Follower zum Innovation Leader zu schaffen“, so Mitterlehner. Er verweist unter anderem auf die im Juni anstehenden Ausschüttungen für Forschung aus dem neuen Österreich-Fonds in der Höhe von 33,7 Millionen Euro.

Vor allem Unternehmen forschen

Rund 48 Prozent der F&E Ausgaben werden von heimischen Unternehmen investiert, die entsprechenden Ausgaben sind um 4,6 Prozent auf rund 5,2 Milliarden Euro gestiegen. Die Wirtschaft strengt sich also im Verhältnis mehr an als die Öffentliche Hand.

„Unsere Unternehmen leisten damit einen zentralen Beitrag für Wachstum und Beschäftigung in Österreich. Daher müssen wir die Rahmenbedingungen für sie weiter verbessern“, meint Mitterlehner.

Von den gesamten prognostizierten Forschungsausgaben 2016 wird der öffentliche Sektor rund 36 Prozent finanzieren. Davon ist der Bund mit rund 3,24 Milliarden Euro die wichtigste Finanzierungsquelle. Auch das Verhältnis des privaten zum öffentlichen Finanzierungsanteil habe sich weiter verbessert (64 Prozent zu 36 Prozent). Diese Entwicklung entspreche dem Ziel der FTI Strategie, wonach zumindest ein Verhältnis von zwei Dritteln zu einem Drittel erreicht werden soll.

Link: Wirtschaftsministerium

 

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