Europas Notare tagen zu Digitalen Urkunden und mehr

Salz­burg. Bei den 28. Euro­päi­schen Nota­ren­ta­ge stan­den dies­mal unter ande­rem Digi­ta­le Urkun­den im Mit­tel­punkt: Immer­hin hat die EU für 2016 das Jahr der Digi­ta­li­sie­rung aus­ge­ru­fen, erin­nern die Ver­an­stal­ter. 

Gera­de digi­ta­le Urkun­den kön­nen das Leben erleich­tern und Sicher­heit schaf­fen. Wie das bereits jetzt funk­tio­niert, wo es noch hakt, und wel­chen Bei­trag das Nota­ri­at mit sei­nem elek­tro­ni­schen Urkun­den­ar­chiv und Grund­buch dazu leis­ten kann, dar­über dis­ku­tie­ren jetzt Rechts­ex­per­ten aus ganz Euro­pa bei den Euro­päi­schen Nota­ren­ta­gen.

Die Teilnehmerliste

Mehr als 250 Teil­neh­mer aus ins­ge­samt 22 Län­dern sind den Anga­ben zufol­ge zu dem Fach­kon­gress des euro­päi­schen Nota­ri­ats gekom­men. Mit dabei war u.a. der Sek­ti­ons­chef im Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um, Georg Kathrein, die öster­rei­chi­schen Euro­pa­par­la­ments­ab­ge­ord­ne­ten Oth­mar Karas und Eve­lyn Reg­ner, der stell­ver­tre­ten­de Gene­ral­di­rek­tor für Jus­tiz und Ver­brau­cher der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on, Fran­cis­co Moril­lo, der lei­ten­de Staats­an­walt im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Jus­tiz, Robert Fucik, der Prä­si­dent der Öster­rei­chi­schen Nota­ri­ats­kam­mer Lud­wig Bitt­ner sowie der Prä­si­dent der Öster­rei­chi­schen Nota­ri­ats­aka­de­mie Micha­el Umfah­rer.

Auf der Lis­te der The­men stand dies­mal:

  • Digi­ta­le Agen­da im Nota­ri­at,
  • das elek­tro­ni­sche Grund­buch als Bei­spiel für die Digi­ta­li­sie­rung,
  • Konsumenten- und Unter­neh­mer­rech­te bei inter­na­tio­na­len Geschäf­ten sowie
  • Prä­ven­ti­on von Wirt­schafts­be­trug.

Die Euro­pä­er wer­den immer mobi­ler, erin­nern die Nota­re: Rund 18 Mil­lio­nen EU-Bürger leben der­zeit laut Euro­stat in einem ande­ren EU-Staat als dem, in dem sie gebo­ren wur­den. Nur weni­ge davon besit­zen die Staats­bür­ger­schaft ihres aktu­el­len Wohn­sit­zes. Stu­die­ren, Arbeit, der Kauf von Immo­bi­li­en oder auch das Ein­ge­hen von Part­ner­schaf­ten und Ehen muss nicht mehr zwin­gend im eige­nen Land statt­fin­den. Umso wich­ti­ger sei es, dass die EU recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen schafft, um einer­seits den Urkun­den­ver­kehr inner­halb der EU zu erleich­tern und ande­rer­seits Betrug zu erschwe­ren.

Link: Nota­ri­ats­kam­mer