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Business, Steuer

EY-Leitfaden zu Betrug im Unternehmen

Wien. Jedes vierte Unternehmen in Österreich wurde in den letzten zwei Jahren Opfer eines Korruptions- oder Betrugsfalls, so eine EY-Studie. Vor zwei Jahren waren es erst zwölf Prozent. Die Steigerung verdanke sich vor allem einem Sensibilisierungseffekt.

Die Bedrohung durch Cyber-Attacken für österreichische Unternehmen wächst jedenfalls; das ist eines der Ergebnisse des EY Global Fraud Survey.

Österreichs Unternehmen müssen im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität besonders bei Präventionsmaßnahmen deutlich aufrüsten: Jedes vierte Unternehmen (24%) hierzulande wurde laut eigenen Angaben in den letzten zwei Jahren Opfer eines bedeutsamen Betrugs- oder Korruptionsfalls. 2014 registrierten erst zwölf Prozent größere Fälle.

Damit sei die Zahl der entdeckten Fälle in Österreich deutlich höher als im internationalen Vergleich: Weltweit wurden nur in zwölf Prozent der Unternehmen größere Betrugs- oder Korruptionsfälle entdeckt – das ist der gleiche Stand wie noch vor zwei Jahren. Nur in der Ukraine (48%), Kenia (36%) und Südafrika (26%) gibt es laut Aussage der dort tätigen Manager noch mehr entdeckte Betrugsfälle als in Österreich. Die wenigsten Fälle wurden in der Slowakei (keiner), in der Türkei und in Indonesien (jeweils 2%) entdeckt.

Bedrohter oder aufmerksamer?

Andreas Frohner, Leiter der Abteilung Fraud Investigation & Dispute Services bei EY Österreich, meint dazu, dass diese Entwicklung differenziert zu sehen ist: „Eine explizite Steigerung der Kriminalität in Unternehmen in Österreich ist aus den Untersuchungsergebnissen per se nicht abzuleiten. Unternehmen werden im Gegenteil eher professioneller in der Aufarbeitung sowie zunehmend transparenter im Umgang mit derartigen Fällen. Insbesondere wirken sich hier die verstärkte Implementierung von Hinweisgebersystemen, also sogenannten Whistleblower-Hotlines, und die Stärkung der Rolle der Internen Revision aus. Allerdings ist die Kriminalität von Außen in Form von Cyber-Attacken tatsächlich stark ansteigend.“

 

 

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