20. Jun 2016   Business Tech

Kostenpflichtige Plug-ins zum George-Onlinebanking

Wien. Erste und Sparkassen sehen bezahlte Premium-Dienste als künftigen Markt für Banken: Sie statten ihr „George“-Onlinebanking mit optionalen Plug-Ins aus, die es um 1,99 bis 2,99 Euro im Monat gibt. Sie können beispielsweise Rechnungen automatisch erledigen, Schäden durch Phishing ersetzen oder auch Dokumente ohne US-Cloud speichern.

Verkaufen wollen Erste und Sparkassen die neuen Dienste in zwei verschiedenen Abo-Schienen:

  • George Plus kostet 1,99 Euro pro Monat und beinhaltet einen „Airbag“ gegen Phishing oder Trojaner (eine Art Versicherung) sowie drei weitere optionale Plug-Ins.
  • George Premium kostet monatlich 3,99 Euro und beinhaltet neben dem Airbag zusätzlich sechs weitere Plug-ins.

„Mit diesen Abos betreten wir absolutes Neuland im Banking“, so Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank. Die Einzelkosten der 6 Plug-ins liegen demnach ohne Abo bei je 99 Cent monatlich.

Die Plug-ins

Remember2pay (Erinnerung an kommende Zahlungen): Wenn man z.B. weiß, dass eine Zahlung kommt aber ein bestimmtes Detail wie der Betrag noch fehlt, so kann man die Überweisung vorbereiten und sich damit eine Erinnerung setzen.

Rechnung2George (Ausfüllen einer Überweisung): Liegt eine Rechnung im PDF, JPG oder TIFF-Format vor, kann die Datei in die Überweisungsmaske gezogen werden. Das Plug-in erledigt die Bezahlung, so die Erste.

Snapshot (grafisch aufbereiteter Finanzreport): Ein rascher Überblick, wofür Geld in einem Monat ausgegeben wurde.

Safe (digitales Schließfach für vertrauliche Dokumente): Gedacht für Verträge, wichtige Rechnungen oder Fotos. Wenn gewünscht, erinnere der Safe beim Ablaufdatum z.B. eines Reisepasses oder an die fristgerechte Kündigung des Handyvertrags. Die verschlüsselte Cloud-Lösung biete 1 GB Speicherplatz.

Budgets (digitales Haushaltsbuch): Hierbei können für bestimmte Ausgabenkategorien monatliche oder jährliche Budgets definiert werden. Der User legt Planbudgets für bestimmte Kategorien fest und warne bei überhöhten Ausgaben.

7-Jahre Archiv (Kontohistorie): sieben Jahre zurück, plus laufendes Kalenderjahr.

Link: Erste Bank

 

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