22. Jun 2016   Business Jobs

Wo landen die vielen künftigen Ex-Banker?

Susanne Hochwarter ©Lawyers & more
Susanne Hochwarter ©Lawyers & more

Wien. In der österreichischen Bankenlandschaft wackeln tausende Jobs. Personalberater lawyers & more rät Betroffenen zu „aktiven Veränderungsschritten“. Gleichzeitig würden aber auch neue, hochqualifizierte Jobs im Finanzbereich geschaffen.

Wie berichtet könnten in Österreich in den nächsten Jahren an die 25.000 Arbeitsplätze aus dem Bankenbereich verloren gehen. Besonders hart getroffen ist die Bank Austria, die eine Reduktion der Sach- und Personalkosten um rund 300 Millionen Euro plant. Die Tageszeitung Die Presse berichtete, dass laut einem Protokoll italienischer Gewerkschafter bis 2018 hierzulande 2045 Vollzeitstellen bei der Bank Austria wegfallen sollen.

Wo werden die Arbeitssuchenden landen? Extrajournal.Net hat u.a. beim AMS nachgefragt, das aber keine konkreten Lösungen nennen konnte.

Branchenumwälzung antizipieren

Susanne Hochwarter, geschäftsführende Gesellschafterin lawyers & more, meint dazu: „Die Rolle des Personalberaters ist bei Branchenumwälzungen dieser Art eine mannigfache. Als Brancheninsider antizipiert er die Entwicklungen, lange bevor sie für die krisenbetroffenen Mitarbeiter relevant werden und kann so Veränderungswilligen neue Perspektiven eröffnen, bevor diese tatsächlich durch Freisetzungen direkt davon betroffen sind.“

Ob und wie schnell Bankmitarbeiter einen neuen, ihrer Expertise entsprechenden, Job finden, hängt laut Hochwarter wie in anderen Branchen auch, von deren Qualifikation und der Verweildauer im jeweiligen Branchenumfeld ab.

„Viele Wechselwillige“

„Wir beobachten vermehrt wechselwillige Kandidaten aus dem Bankensektor, was u.a. auch daran liegt, dass unsere Beratungsexpertise den Fokus auf die  Bereiche Recht, Steuer sowie Banking & Finance legt. Die meisten unserer Gesprächspartner wollen den Veränderungsschritt aktiv setzen und nicht zuwarten, bis die Entwicklung sie einholt. Dies entspricht ganz der Herangehensweise an einen beruflichen Veränderungsprozess, wie wir ihn auch unseren Kandidaten empfehlen“, so die Expertin.

Erwähnenswert sei laut Hochwarter noch, dass im Banken- und Finanzdienstleistungssektor aber auch zahlreiche, hochqualifizierte Positionen neu geschaffen werden, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden: „Dies bietet für viele Kandidaten mit betriebswirtschaftlichem und/oder juristischem Background eine attraktive Möglichkeit zur beruflichen Umorientierung.“ (hk)

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