24. Jun 2016   Business

Preissteigerung der 2. Immobilie pusht Millionärszahl

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Wien. In Österreich ist die Zahl der Millionäre 2015 überdurchschnittlich stark angestiegen. Der Grund liegt bei den Immobilienpreisen, so die Capgemini-Berater.

Konkret erfasst wird im „World Wealth Report“ die Anzahl der „High Net Worth Individuals“ (HNWI): Als solche gelten Personen, die über ein anlagefähiges Vermögen von über einer Million US-Dollar verfügen. Davon ausgenommen sind selbstgenutzte Immobilien sowie Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenstände. Es zählt also nicht das eigene Haus, sehr wohl aber z.B. eine zweite Immobilie, die vermietet wird.

Das globale HNWI-Vermögen erreichte im Jahr 2015 58,7 Billionen US-Dollar (plus vier Prozent), während die Zahl der Millionäre um 4,9 Prozent auf 15,4 Millionen gewachsen ist. In Österreich ist ein Zuwachs der Millionäre auf 121.000 (Vorjahr: 114.000) zu verzeichnen, was eine Steigerung um rund 6 Prozent bedeutet.

„Aus österreichischer Sicht ist sicherlich bemerkenswert, dass es 2015 in unserem Land mit 5,9 Prozent einen überdurchschnittlichen Anstieg an Millionären gab“, interpretiert Bernd Bugelnig, Vorstandsvorsitzender bei Capgemini in Österreich, den 20. World Wealth Report: „Ein Großteil davon dürfte wohl aus der Immobilienbranche kommen, da es hier insgesamt einen Preisanstieg von 3,4 Prozent gab, während das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 0,8 Prozent wuchs.“

Für Wealth-Management-Anbieter wie Vermögensberater gibt es hier „sicherlich ausreichend Potenzial für die Zukunft, wenn man bedenkt, dass nur ein Drittel der Millionäre im Bereich der Vermögensverwaltung auch auf professionelle Unterstützung zurückgreift“, so Bugelnig.

Asiens Millionäre überflügeln Nordamerika

Während das Vermögen der Millionäre weltweit mit vier Prozent nur moderat angestiegen ist, wuchs es in der Asien-Pazifik-Region im Jahr 2015 um 9,9 Prozent. Der asiatisch-pazifische Raum führt somit erstmals das Wohlstandsranking sowohl als Region mit den meisten HNWI als auch dem größten Vermögen vor Nordamerika an: In der Asien-Pazifik-Region lebten im Jahr 2015 5,1 Millionen HNWI mit einem Gesamtvermögen von 17.4 Billionen US-Dollar, in Nordamerika dagegen besaßen 4,8 Millionen Millionäre 16.6 Billionen US-Dollar, so so der Report.

Seit 1996 hat sich das Vermögen der HNWI weltweit vervierfacht. Wenn das derzeit moderate Wachstum anhält, wird es bis 2025 auf 100 Billionen US-Dollar anwachsen, so die Studienautoren.

Link: Capgemini

 

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