27. Jun 2016   Business Tech

Raiffeisen setzt künftig auf Persönliches Finanzportal

Walter Rothensteiner ©Lukas Beck / RZB
Walter Rothensteiner ©Lukas Beck / RZB

Wien. Die Raiffeisen Bankengruppe sieht sich mit einer Bilanzsumme von 280 Milliarden Euro als mit Abstand größte Bankengruppe Österreichs. Wichtiger Bestandteil der Digitalstrategie des Grünen Riesen sei das künftige Persönliche Finanzportal.

Mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent und insgesamt rund 1,7 Millionen Online Banking-Kunden sei Raiffeisen schon jetzt in diesem Geschäftsfeld klarer Marktführer. Bis zu 1.000.000 Log-Ins in das ELBA-Internet, dem Raiffeisen-Online Banking, werden täglich verzeichnet.

Freilich schläft die Konkurrenz nicht: Erste Bank und Sparkassen haben mit „George“ eine innovative neue Art von Finanzportal gestartet, bei der Bawag P.S.K. wurde Sonja Sarközi, Chefin der Direktbanktochter easybank, in den Vorstand der Konzernmutter berufen und Fintechs sowie große IT-Player wie Google und Apple drängen ohnehin weltweit in den Bezahlmarkt – der digitale Wettbewerb wird künftig also wohl noch deutlich schärfer werden.

Die neue Strategie

Allerdings tätigen derzeit bereits mehr als 800.000 Privat- wie Firmenkunden in Österreich ihre Bankgeschäfte mittels „Raiffeisen.MeineBank“-App. Mobiles und bargeldloses Bezahlen mittels ELBA-pay-App ist ab dem Sommer österreichweit möglich. „Digitalisierung ist Teil aller Lebensbereiche geworden. Auch im Bankgeschäft sind digitale Angebote von Kundenseite stark nachgefragt. Darauf reagieren wir mit dem heuer gestarteten Programm ‚Digitale Regionalbank‘“, so Walter Rothensteiner, Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und Sprecher der Raiffeisen Bankengruppe .

Innerhalb der nächsten drei Jahre investiere man 70 Millionen Euro und forciere den Multikanalvertrieb und die Vernetzung von regionaler und digitaler Präsenz. Neben dem „Persönlichen Finanzportal“, einem modernen Online Banking-Portal, werde unter anderem auch Mobile Payment und der Relaunch des Online-Auftritts im Fokus stehen, heißt es.

Der Geschäftsgang

Mit 280 Milliarden Euro Bilanzsumme (2,08 Prozent weniger als 2014) ist Raiffeisen ein Gigant, der freilich von den aktuellen Problemen des Finanzsektors nicht ungeschoren bleibt. Die Betriebserträge sanken 2015 im Vorjahresvergleich um 3,74 Prozent, die Betriebsaufwendungen wurden um 11,81 Prozent gesenkt.

Weltweit beschäftigte Raiffeisen Österreich zum Stichtag 73.854 Mitarbeiter, das ist um 4,15% weniger als 2014 (77.055 Mitarbeiter). In Österreich ging die Zahl der Mitarbeiter um 0,69% auf 24.238 zurück.

Link: RZB

 

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