Bankenverband vergibt Förderpreis 2016

Wien. Der Bankenverband hat neuerlich seinen mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis für hervorragende Arbeiten im Bereich des Wirtschafts- und Bankrechts vergeben. Die Hauptpreise 2016 gingen an Univ.-Prof. Sebastian Bergmann von der Johannes Kepler Universität Linz und EY (Ernst & Young) Österreich, sowie an Alexander Reich-Rohrwig, Rechtsanwaltsanwärter bei CMS Reich-Rohrwig Hainz. Zusätzlich wurden weitere acht Arbeiten ausgezeichnet.

Der Verband der österreichischen Banken & Bankiers vergibt bereits seit 40 Jahren einen mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Förderpreis. Unterstützt werden damit Arbeiten junger WissenschafterInnen, die sich mit bankrelevanten Themen in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Kapitalmarktrecht, Bankrecht, Steuerrecht und Volkswirtschaftslehre befassen.

Die Hauptpreise 2016 wurden Univ.-Prof. Bergmann für seine Arbeit zum Thema „Genussrechte, Ausgestaltung – Rechnungslegung – Besteuerung“ sowie Reich-Rohrwig für seine Arbeit über Aufklärungspflichten vor Vertragsabschluss zugesprochen.

Die weiteren PreisträgerInnen 2016 sind:

  • Wolfgang Fichtinger / „Die gesetzliche Aufrechnung im Insolvenzverfahren“
  • Pamela Lintner / „The European Agencies in the Banking Sector“
  • Daniela Ebner / „Insichgeschäfte des GmbH-Geschäftsführers“
  • Ina Kerschner / „Die Bindungswirkung des Auskunftsbescheids iSd §118 BAO“
  • Johannes Mayrhofer / „Hemmung und Unterbrechnung der Gewährleistungsfrist“
  • Georg Sillinger, BSc, LL.M. (WU Wien) / „Spezifische Probleme der Beratungs- und Aufklärungspflichten im Rahmen von Swap-Geschäften“
  • Alexander Weber / „Der ‚wichtige Grund‘ für den Ausschluss von Gesellschaftern und die Abberufung von Geschäftsführern“
  • Vanessa Wilcox, LL.M. (Cantab) / „A Company’s Right to Damages for Non-Pecuniary Loss“

Die Auszeichnung

Gerald Resch, Generalsekretär des Bankenverbandes: „Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich. Es ist uns eine Freude, junge, ambitionierte Talente über unseren Förderpreis unterstützen zu können. Angesichts der rasch wachsenden Zahl
an Vorschriften und Regulierungen im Bankwesen ist ein immer umfassenderes und tiefer gehendes Verständnis von rechtlichen Regelungen unerlässlich.“

Der Förderpreis wurde im Rahmen der 70. Generalversammlung des Bankenverbandes am 23. Juni 2016 vergeben. Die Laudatio hielt Jury-Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Peter Doralt. Er lobte die hervorragende Qualität der eingereichten und prämierten Arbeiten, die seiner Ansicht nach einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung des österreichischen Wirtschaftsrechts leisten. Hauptpreisträger Univ.-Prof. Bergmann in seiner Dankesrede: „Der Förderpreis des Bankenverbandes ist eine besondere Auszeichnung, die in langer Tradition steht und auf dem Ansehen des Bankenverbandes und einer hochkarätig besetzten Jury beruht.“

Die Bedingungen

Zur Teilnahme am Bankenverbandspreis berechtigt sind BewerberInnen, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die ihre wissenschaftliche Arbeit im Rahmen eines Studiums, einer Habilitation oder einer Forschungstätigkeit an einer österreichischen Fachhochschule, Universität oder sonstigen österreichischen Forschungseinrichtung erstellt haben, so der Bankenverband.

Weiters werden Arbeiten angenommen, die einen thematischen Bezug zu spezifisch österreichischen Rechts- und Wirtschaftsfragen haben. Einreichschluss für den Förderpreis des Bankenverbandes 2017 ist Ende Jänner 2017.

Link: Bankenverband

 

    Weitere Meldungen:

  1. Anton Cech leitet künftig zwei Shopping Cities
  2. 20-jähriges Jubiläum beim Verband Financial Planners
  3. Bonds von der Erste Group: Schönherr und Wolf Theiss helfen
  4. Führung in der Krise: Eigenverantwortung oder Vorschriften?