29. Jul 2016   Bildung & Uni Recht

Buch: Fluggastrechte im Blick für die Praktiker

Wien. Bei Facultas ist der neue Handkommentar „Fluggastrechte-Verordnung“ erschienen.

Der europäischen Fluggastrechte-Verordnung kommt vor dem Hintergrund der ständig wachsenden Zahl an Flügen eine immense Bedeutung im Verbraucherschutz zu. Die juristischen Fragen sind durch viele unbestimmte Rechtsbegriffe umstritten, die Anzahl höchstrichterlicher und zum Teil erheblich variierender Entscheidungen ist auf europäischer wie nationaler Ebene groß, so der Verlag.

Der Anwendungsbereich der Verordnung ist weit: Erfasst werden Flüge, die in der EU oder einem EFTA-Staat angetreten oder die von einer Fluggesellschaft aus diesen Ländern durchgeführt werden und die EU als Ziel haben.

Das Buch und das Thema

Der neue Handkommentar (facultas/Nomos/DIKE 2016) positioniert sich als Hilfsmittel für Rechtsanwälte, Richter, Verbraucherverbände sowie Rechtsabteilungen von Luftfahrtunternehmen und Reiseveranstaltern. Er bereite die Fluggastrechte-Verordnung systematisch und umfassend auf und nehme Stellung zu relevanten Anwendungsfragen. Schwerpunkt der Kommentierung sind vor dem Hintergrund der umfangreichen Judikatur insbesondere die konkreten Leistungsumfänge, bei Fragen wie:

  • Ab wann besteht ein Anspruch auf einen kostenlosen Rückflug?
  • Muss ein (zu) später Alternativflug akzeptiert werden?
  • Wann sind Reisegutscheine zulässig?
  • Wie sind die Kriterien einer Hotelübernachtung?
  • Gibt es bei Verspätungen auf jeden Fall eine Entschädigung, wann kann sich die Fluggesellschaft auf einen „außergewöhnlichen Umstand“ berufen?
  • Wie sieht es bei einem vom Flugunternehmen nicht beeinflussbaren Streik aus?

Der Handkommentar beziehe sich auf die jüngste Rechtsprechung des deutschen BGH, u.a. zur Problematik der Beförderungsverweigerung durch Umbuchung im Rahmen einer Pauschalreise, des Ausgleichsanspruchs von kostenlos mitreisenden Kleinkindern sowie des Ausgleichsanspruchs bei Vorverlegung des Fluges.

Link: Facultas

 

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