02. Aug 2016   Business Jobs Steuer

KPMG will mehr Tempo bei Auswahl von Bewerbern

Wien/London. Das Beratungsunternehmen KPMG hat seinen Recruitment-Prozess geändert, um besser auf die Anforderungen der Millennials einzugehen – also zwischen 1980 und 2000 geborener Menschen. Dabei gehe es vor allem darum, rascher zu entscheiden wer genommen wird – und dies auch schneller als jetzt zu kommunizieren.

So will KPMG in Großbritannien den bisherigen Prozess dreier separater „Assessments“ (über mehrere Wochen) auf einen einzigen Tag konzentieren. Das bedeute, dass Bewerber innerhalb von zwei Arbeitstagen erfahren werden, ob sie den Job bekommen haben, berichtet BBC News.

Man habe sich zu der Änderung entschlossen, nachdem Studien eine wachsende Frustration der „Millennials“ durch langwierige Rekrutierungsprozesse aufgezeigt hätten. Mehr als ein Drittel der befragten 400 Bewerber(innen) hat sich demnach unzufrieden mit dem langwierigen Bewerbungsprozess gezeigt. Sogar mehr als die Hälfte der Bewerber kritisierte, dass im Fall einer erfolglosen Bewerbung überhaupt kein Feedback gegeben wurde.

Im Wettbewerb um die besten Köpfe

KPMG-Chairman Simon Collins sieht sich durch die Änderungen nun besser imstande, mit kleineren Mitbewerbern oder auch Technologiefirmen mitzuhalten, mit denen man sich im Rennen um die besten Köpfe befinde. Auch mehrere andere große Beratungsfirmen haben in der jüngeren Vergangenheit ihren Rekrutierungsprozess geändert.

Mehr Tempo auch in Österreich

Bei KPMG Austria peilt man ebenfalls mehr Tempo im Rekrutierungsprozess an. Man unterscheide sich zwar insofern vom typischen Bild innerhalb des KPMG-Netzwerks, als es in Österreich kein Assessment Center für die Bewerberinnen und Bewerber gibt. Dennoch werde in dem zweistufigen Verfahren, das auch ein Bewerbungsgespräch enthält, ebenfalls ein rascher Entscheidungsprozess angestrebt.

Im Bereich Advisory (Unternehmensberatung) setzt auch KPMG Austria teilweise auf Fallstudien, wie sie international ein wichtiges Element der Assessment-Verfahren sind. Die Fallstudien sind dabei in Österreich direkt ins Bewerbungsgespräch integriert – sodass Bewerber(innen) sofortiges Feedback erhalten, ob sie dieses wichtige Element erfolgreich absolviert haben, heißt es weiter.

Link: KPMG Austria

Link: KPMG UK

 

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