05. Aug 2016   Business Recht Tech

Deutsche investieren in Start-up für Iran, WFW berät

München. Wirtschaftskanzlei Watson Farley & Williams (WFW) hat eine Gruppe von deutschen Investoren, geführt von Nordwind Capital, bei der Beteiligung an dem iranischen Start-up ChapAgha.com beraten. Es bietet Online-Druck von Visitenkarten u.a.

WFW begleitete Nordwind bei der Erstellung und dem Abschluss des Beteiligungsvertrags und der Umsetzung der Beteiligung und Kapitalerhöhung im Iran, heißt es weiter. Die Nordwind Capital GmbH ist eine Private Equity Gesellschaft mit Sitz in München, spezialisiert auf Akquisitionen von mittelständischen Unternehmen und Wachstumsfinanzierungen und gegründet von Geschäftsführer Hans Albrecht.

Mr. Print für den Iran

ChapAgha, was übersetzt „Mr. Print“ bedeutet, biete Online-Printing Dienstleistungen im Iran für Produkte wie Visitenkarten, Flyer, Poster, Banner, Briefumschläge, usw. an. Man beabsichtige, die Vorteile der boomenden Druckindustrie im Iran zu nutzen, deren Volumen derzeit bei ca. USD 5 Milliarden geschätzt und für die eine Steigerung auf USD 8 Milliarden in den nächsten zwei Jahren erwartet werde.

Damit soll an frühere e-commerce Erfolge im Iran angeknüpft werden: Etwa Digikala.com, ein Online-Anbieter für Konsumgüter, der in 2007 mit USD 20.000,00 startete und heute mit ca. USD 300 Millionen bewertet werde.

Die Transaktion wurde beraten von Ahmad Khonsari, Corporate/M&A-Partner und Leiter der internationalen Iran-Praxis von WFW. Er wurde unterstützt durch Associate Florian Seelig (Corporate, München).

Es handle sich um eine der ersten Transaktionen dieser Art im Iran seit den Sanktionserleichterungen. „Im Iran gibt es eine große Start-up Szene und der e-commerce Sektor steht noch am Anfang mit enormen Potential“, meint Khonsari.

Link: WFW

 

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