Nacht der Manz-Autorinnen und Autoren: Neauflage 2016

©Rudolf Schmied
©Rudolf Schmied

Wien. Das Wiener Konzerthaus bot Ende September 2016 den festlichen Rahmen für die „Nacht der Manz-Autorinnen und -Autoren“. Rund 300 Gäste aus Justiz, Verwaltung, Forschung und Lehre und aus den rechtsberatenden Berufen wohnten dem Gala-Abend bei, den das Medienunternehmen heuer zum 16. Mal ausrichtete. Ganz physisch und zum Anfassen – obwohl Digitalprodukte bereits die Hälfte des Umsatzes ausmachen, wie es heißt.

Die Veranstaltung

Die geschäftsführende Manz-Gesellschafterin Susanne Stein-Pressl begrüßte rund 300 Gäste und nahm sie mit auf die Reise durch das bereits weit fortgeschrittene digitale Zeitalter, heißt es weiter: Mehr als zehn Jahre sei sie selbst an der Spitze des Unternehmens, 30 Jahre alt sei bereits die RDB Rechtsdatenbank – „uns war und ist es ein Anliegen, dem Innovativen Raum zu geben und gleichzeitig das Bestehende nicht nur zu achten, sondern es gleichermaßen zu stärken“, so Stein-Pressl.

Die RDB sei damals revolutionär und umstritten gewesen – wie heute so manches Start-up. „Danke, dass wir Sie immer wieder fordern dürfen, wenn es um Weiterentwicklungen in Produktionsabläufen und Standardisierungen geht“, so Stein-Pressl zu den Gästen, „es ist der Zug der Zeit, dem Sie bereit sind, mit uns zu folgen.“

Fabrizy, Stein-Pressl ©Rudolf Schmied
Fabrizy, Stein-Pressl ©Rudolf Schmied

Ein von Manz-Verlagsleiter Wolfgang Pichler anmoderierter Film über die „MANZ infoDienste“, die bereits einen erheblichen Anteil des Manz-Geschäfts ausmachen, illustrierte den Weg in die digitale Zukunft. Das Medienunternehmen erwirtschafte bereits die Hälfte seines Umsatzes mit Nicht-Print-Produkten.

Autorenpreise als Programmhöhepunkt

Auf das Galadiner folgte, wie in den vergangenen 15 Jahren, die Verleihung der „MANZ-Autorenpreise“.

  • Den Auftakt machte Programmbereichsleiter Markus Schrom mit dem Preis für die beste Produktinnovation Praxishandbuch. Das seit 2012 bereits in dritter Auflage erschienene Handbuch „Immobilienbesteuerung neu“ habe sich zu dem Standardwerk auf seinem Gebiet etabliert. Stellvertretend für das vielköpfige Autorenteam nahmen Helene Bovenkamp (TPA) und Gunther Lang (TPA) den Preis entgegen.
  • Der im Vorjahr erstmals vergebene Preis für die beste Produktinnovation der MANZ Rechtsakademie ging heuer an Edwin Gitschthaler (OGH), Constanze Fischer-Czermak (Universität Wien) und Andreas Tschugguel (Notariat Beer). Die von ihnen geleiteten Jahrestagungen zum Familienrecht und zum Erbrecht hätten, so Programmbereichsleiter Peter Dax, „die richtigen Inhalte ausgewählt und mit der Beiziehung bestqualifizierter Vortragender die fachliche Kompetenz eindrucksvoll versammelt“.
  • Wie wichtig Timing bei einem Buchprojekt sein kann, zeigte die Entstehung des Werkes, das von stv. MANZ-Verlagsleiter Heinz Korntner mit dem Preis für die beste Produktinnovation Kurzkommentar prämiert wurde: „GSVG für Steuerberater“ hätte eigentlich bereits 2002 entstehen sollen, aber die Realpolitik verzögerte das Erscheinen bis ins Frühjahr 2016. Herausgeber Thomas Neumann, stv. Generaldirektor der SVA, habe einfach nicht lockergelassen, so Korntner, und „mit Kompetenz, Mut und Leadership dieses Vorhaben eins zu eins professionell umgesetzt“.
  • 2.600 Seiten Kommentar galt es schließlich mit dem Preis für die beste Produktinnovation Kommentar auszuzeichnen. 35 Autorinnen und Autoren haben 34 Normen kommentiert, drei Herausgeber das Projekt koordiniert – und das in einem boomenden Rechtsgebiet, dem Gesundheitsrecht. Das „Opus maximum“,wie der Laudator Wolfgang Pichler es nannte, der „Gmundner Kommentar zum Gesundheitsrecht“ sei pünktlich zum Gmundner Medizinrechtskongress 2016 erschienen und bereits sehr gut im Markt angenommen. Stellvertretend für alle Autorinnen und Autoren nahmen die Herausgeber Matthias Neumayr (OGH), Reinhard Resch (Universität Linz) und Felix Wallner (Österreichische Ärztekammer) den Preis entgegen.
  • „Ein Mann, ein Wort“ – so stellte Susanne Stein-Pressl schließlich den Preisträger für das Lebenswerk vor, „einer, der ausnehmend gut erklären kann, kurz und prägnant auch dem fachlich nicht so Versierten Zusammenhänge erklärt – und einer, der bei aller Klarheit sehr liebenswürdig im persönlichen Umgang ist“. Seit 20 Jahren präge Generalprokurator Ernst Eugen Fabrizy mit seinen Werken den Programmbereich Strafrecht bei dem Verlag. Insgesamt sind in dieser Partnerschaft 14 Neuauflagen in 14 Jahren erschienen. „Er ist einer der Autoren, mit denen eine große Erfolgsgeschichte von Manz verknüpft ist“, so Stein-Pressl. Dass sein Lebenswerk noch lange nicht abgeschlossen sei, ließ Fabrizy augenzwinkernd in seinen Dankesworten durchblicken: „Sie werden noch von mir hören und lesen!“
  • Bei einem opulenten Nachspeisenbuffet im Foyer des Mozartsaales ging der Abend in den inoffiziellen Teil über, heißt es weiter. Kurz nach Mitternacht war die 16. Nacht der Manz-Autorinnen und -Autoren schließlich zu Ende.

Link: Manz

 

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf OK im Hinweis-Banner klicken.

    Weitere Meldungen:

  1. Buch zum Kuratorengesetz: Wenn bei Anleihen die Pleite droht
  2. Sozialversicherung: Soll die Mitverantwortung gestärkt werden?
  3. Neues Buch: Fachkundige Laienrichter
  4. Ab 2019 Pflicht zur E-Rechnung: Neues Handbuch