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RuSt 2016: Wie ungerecht ist das Steuerrecht?

Burgenland/Rust. Die Fachveranstaltungen für Juristen und Steuerexperten >RuSt 2016< feierte in Rust am Neusiedler See ihre zwanzigste Auflage. Auf der Agenda standen diesmal z.B. die Themen „Haftung von Gesellschaftsorganen“ oder „Ungerechtes Steuerrecht“.

Gastgeberin der Veranstaltung war Romy Faisst (Business Circle), die fachliche Leitung erfolgte durch Hanns F. Hügel (bpv Hügel RAe). Die diesjährigen Opening Sessions beschäftigten sich mit Share vs. Asset Deals bzw. der Haftung von Gesellschaftsorganen gemäß dem Strafrechtänderungsgesetz. Anschließend folgten die Parallel-Vorträge für Kapitalmarktrecht, Unternehmensrecht, Steuerrecht, Bankrecht bzw. weitere aktuelle Themen.

Steuer: Verschärfungen für Unternehmen

Der zweite Konferenztag wartete mit insgesamt zehn Fachvorträgen auf, ehe sich die abschließende Podiumsdiskussion dem Thema „Ungerechtes Steuerrecht – Fehlen steuerlicher Investitionsanreize“ widmete. Unter der Moderation von Hügel nahmen Sabine Kirchmayr (Universität Wien), Gunter Mayr (Bundesministerium für Finanzen) und Thomas Thomasberger (Siemens Österreich) die vielen Steuerverschärfungen für Unternehmen unter die Lupe.

Um im internationalen Standort-Wettbewerb an Attraktivität zu gewinnen, überlegt das Finanzministerium eine Reduktion der Körperschaftsteuer (KöSt) von 25 auf 20 Prozent, stellte Gunter Mayr, Chef der Steuersektion im Finanzministerium, fest. Bei einem jährlichen Steueraufkommen von derzeit knapp 7,5 Milliarden Euro würde eine entsprechende Verringerung dem Bundesbudget rund 1,5 Milliarden kosten. Diese Steuersenkung könnte allerdings die Wirtschaft stimulieren.

Österreich: KöSt über dem Durchschnitt

Positive Erfahrungen mit der Senkung der Körperschaftsteuer von 34 auf 25 Prozent habe die Republik schon im Jahr 2005 gemacht, als sich folglich zahlreiche, insbesondere deutsche Unternehmen in Österreich niederließen. Laut Hügel überlege die Schweiz die KöSt sogar auf unter 15 Prozent zu senken. Aktuell liege Österreich mit einem Steuersatz von 25 Prozent über dem europäischen Durchschnitt.

Link: RuSt 2016

 

 

 

 

 

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