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Ex-E-Control-Chef Boltz will Öffnung für Ökostrom-Investoren

Wien. Österreich braucht mehr ausländische Investoren in Sachen Ökostrom, warnt der frühere E-Control-Chef Walter Boltz, jetzt Berater bei Baker & McKenzie: Die Angst vor dem Ausverkauf der Infrastruktur sei unbegründet – dagegen das geplante Förderregime bei Ökostrom zu teuer und EU-widrig.

Die derzeitige Ökostromförderung sei auf die Dauer zu teuer, so Boltz bei einem Pressegespräch in der Wirtschaftskanzlei. Er plädiert für eine große Reform: Die im Herbst bevorstehende Novelle des Ökostromgesetzes sei u.a. wegen Anschlussfinanzierungen für marode Biogasanlagen rechtlich problematisch. De facto werde hier für ausfinanzierte Anlagen noch einmal Geld gegeben. Damit begebe sich das Förderregime in Widerspruch zu den Förderregeln der EU und sei Kandidat für eine Untersagung.

Mehr Investitionen aus dem Ausland

Boltz plädiert stattdessen für ein Ausschreibesystem nach dem Beispiel Deutschlands. Dabei könnten auch schon kleine Windkraft-Projekte einbezogen werden: Schon ab einer Investitionssumme von 20 Mio. Euro werde es für Investoren spannend, so Tim Heitling, Energieexperte bei Baker & McKenzie in Berlin.

Boltz plädiert dafür, Österreichs Ökostrommarkt stärker für ausländische Investoren zu öffnen. Diese schätzen die stabile Rendite, die die Einspeisevergütung bringt. Es kommen sowohl die Neuerrichtung von Anlagen z.B. im Weinviertel in Betracht wie die Aufrüstung bestehender Windräder mit effizienterer Technik.

Link: Baker & McKenzie

 

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