Ab März soll die Prämie für E-Autos kommen

25. Nov 2016   Recht Steuer

Wien. Der Kauf eines E-Autos soll ab 2017 mit 4.000 Euro gefördert werden, ab März ist die Öffentliche Hand offen für die Anträge. Auch Betriebe bekommen Zuschüsse. Für manche noch reizvoller ist vielleicht das angedachte Fahren auf der Busspur. Hier die geplanten Maßnahmen im Detail.

Zu den Freuden für E-Auto-Fahrer soll nämlich ein neues grünes Nummernschild zählen, mit dem sie die Busspuren der Städte verwenden können. Für Plug-in-Hybride soll es immerhin 1.500 Euro geben.

Insgesamt ist das Regierung und Autoindustrie geplante Förderpaket 72 Millionen Euro groß. Bis jetzt fahren in Österreich 8.600 Elektroautos, heuer sollen 4.500 weitere dazukommen. Das Paket soll nächstes Jahr bis zu 16.000 zusätzliche E-Autos auf die Straße bringen.

Anträge ab März

Gefördert werden die im Fachjargon auch „Stromer“ genannten E-Autos ab nächstem Jahr: Schon ab März 2017 stehen die Ankaufprämien für Elektrofahrzeuge österreichweit zur Verfügung, wird versprochen.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried, Umweltminister Andrä Rupprechter und Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure haben das Förderpaket diese Woche präsentiert.

  • Schwerpunkt des Maßnahmenpakets sind Ankaufförderungen für Elektrofahrzeuge. Der Kauf von Privatfahrzeugen, die ausschließlich mit Elektroantrieb oder einem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind, wird mit 4.000 Euro gefördert – so genannte Plug-in Hybride mit 1.500 Euro.
  • Darüber hinaus werden auch Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine beim Ankauf von E-Fahrzeugen unterstützt: Sie werden mit 3.000 Euro für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb bzw. 1.500 Euro bei Plug-in Hybriden gefördert. Für die Ankaufförderungen von Elektroautos stehen in Summe 48 Millionen Euro zur Verfügung. Eine geplante Obergrenze von 50.000 Euro Kaufpreis wird Elektroauto-Pionier Tesla nicht freuen: Seine bisherigen Modelle sind deutlich im teuren Marktsegment angesiedelt.
  • Weitere fünf Millionen Euro stehen für die Kaufprämien von Elektro-Zweirädern und leichte E-Nutzfahrzeuge bereit.
  • Mit dem E-Mobilitätspaket werden auch Anreize zum Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur gesetzt. Der Bau von öffentlich zugänglichen Schnellladestationen wird ab dem kommenden Jahr mit 10.000 Euro pro Ladestation gefördert.
  • Für Private steht, als Bonus zum Kauf von Elektroautos, eine Förderung von 200 Euro für die Anschaffung einer Wallbox oder eines intelligenten Ladekabels zur Verfügung.
  • Darüber hinaus wird auch der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur an Bahnhöfen und Autobahnen vorangetrieben. Insbesondere an Park&Ride-Anlagen an Bahnhöfen sind insgesamt 50 neue Ladestationen geplant. Die ersten Standorte sollen bereits bis Mitte 2017 mit Ladestationen ausgestattet werden. Am hochrangigen Straßennetz soll an allen Raststationen eine Schnellladeinfrastruktur bereitstehen – damit werde eine flächendeckende Versorgung am ASFINAG-Straßennetz sichergestellt.
  • Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen werden an den Ausbau der Elektromobilität angepasst. Nullemissionsfahrzeuge erhalten zukünftig spezielle Kennzeichen. Damit werden weitere Vorteile für die Nutzer von Elektroautos etwa durch Städte und Gemeinden ermöglicht, ohne den administrativen Aufwand für die Kommunen zu erhöhen, heißt es.
  • Das Verkehrsministerium plant eine Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO), die es Städten und Gemeinden ermöglicht, Ausnahmen vom Halte-und Parkverbot für E-Fahrzeuge während des Ladens festzulegen. Mit einer einheitlichen Zusatztafel, auf der ein Ladekabel abgebildet ist, können diese Ausnahmen für E-Fahrzeuge unkompliziert eingerichtet werden. So können zum Beispiel auch eigene Parkplätze für E-Autos geschaffen und die Einhaltung einfach kontrolliert werden.

Link: Mobilitätspaket

 

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