15. Dez 2016   Finanz

Sell in May and go away? Aber nur bei Rohstoffen

Wien. Bei Rohstoffen bringt ein Verkauf im Mai etwas, meint ETF Securities.

Die Handelsstrategie „Kaufen im Jänner, Verkaufen im Mai“ bringt bei Rohstoffen etwas, bei Aktien hingegen nicht. Das ist die Kernaussage einer Untersuchung von ETF Securities. Konkret könne es bei Rohstoffkörben über den Zeitraum einer 24-Monatsperiode „überzeugende Erträge“ bringen, wenn im Jänner gekauft und im Mai verkauft wird.

Im Gegensatz dazu sei die Zeit von August bis November für Rohstoffe schwächer. Ebenso würden die Agrar- und Industriemetallsektoren historisch gesehen die stärkste Überperformance am Anfang eines Jahres zeigen.

Nicht bei Aktien

„Unsere Forschung bestätigt, dass das Sprichwort ‚Sell in May and go away’ bei Aktien nicht stichhaltig ist“, meint James Butterfill, Head of Research and Investment Strategy bei ETF Securities. Die ETF-Analysten haben darauf aufbauend eine Handelsstrategie erstellt, bei der ein Portfolio Anfang Jänner ausschließlich mit Rohstoffen gefüllt ist, Ende April verkauft und dann für den Rest des Jahres durch Bargeld ersetzt wird. Dies brachte seit 1991 jährliche Renditen von 6,8 Prozent im Vergleich zu 6,6 Prozent Rendite von Aktien, heißt es.

Während Gold immun war gegen saisonale Effekte, zeigte sich die Performance von Erdöl generell volatil. „Die Gründe hierfür sind komplex, jedoch glauben wir, dass das kühlere Wetter in der nördlichen Hemisphäre sowie die Lagerbestände zu Jahresbeginn ausschlaggebende Faktoren sind“, so Butterfill. Es sei jedoch verblüffend, dass diese nicht eingepreist werden.

Link: ETF Securities

Link: Download der Studie (pdf)

(rp)

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