20. Dez 2016   Recht

Freshfields berät zweimal am deutschen Bau

Frankfurt. Wirtschaftskanzlei Freshfields hat EQT beim Verkauf von Bilfinger Hochbau an Implenia beraten. Auch einem Konsortium für den teilweisen Neubau der deutschen A6 ist man behilflich.

Freshfields Bruckhaus Deringer hat die Apleona GmbH, eine Portfoliogesellschaft von EQT, beim Verkauf der Bilfinger Hochbau Sparte an die Implenia AG, einen führenden Schweizer Baukonzern, beraten. Die Einheit mit einer Produktionsleistung von rund 450 Millionen Euro und gut 1000 Mitarbeitern biete insbesondere in Deutschland Baudienstleistungen im Bereich Hochbau an und erbringe Leistungen von der Planung bis hin zum schlüsselfertigen Gebäude.

Das Freshfields-Team um Kai Hasselbach hatte EQT im Juni diesen Jahres bei dem Erwerb des Facility-Managementgeschäfts von Bilfinger beraten. Mit dem Verkauf der Bilfinger Hochbau Aktivitäten an Implenia will sich Apleona auf das Geschäft mit Immobiliendienstleistungen konzentrieren, heißt es weiter. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden und wird für das Frühjahr 2017 erwartet.

Hilfe beim Bau der Autobahn

Freshfields berät weiters das Konsortium bestehend aus DIF Infrastructure IV, Hochtief PPP Solutions und Johann Bunte Bauunternehmung zum Neubau eines Abschnitts der Autobahn A6 in Baden-Württemberg. Das Projekt ist als Public-Private-Partnership (PPP) konzipiert.

Die Projektstrecke umfasst die Wartung und den Betrieb von insgesamt 47,2 Kilometern, wobei die Fahrbahn auf einer Länge von 25,5 Kilometern von vier auf sechs Spuren erweitert wird. Das Vorhaben umfasst zudem den Neubau der Neckartalbrücke mit einer Spannlänge von 1.300 Metern.

Das Bankenkonsortium umfasst die KfW IPEX-Bank, die DZ Bank, die Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) und die L-Bank in Kooperation mit der Europäischen Investitionsbank (EIB). Die UniCredit Bank AG war zudem als Financial Advisor, Bond Arranger und Hedge Coordinator in der Transaktion tätig.

Bei diesem PPP nach dem sogenannten A-Modell (Verfügbarkeitsmodell) leistet der Bund Zahlungen an den privaten Auftragnehmer gemäß der Befahrbarkeit der Fahrspuren. Vorausgegangen war eine öffentliche Ausschreibung des Bundes, vertreten durch das Regierungspräsidium Stuttgart.

Das Vorhaben hat sich für den Juncker-Plan qualifiziert, bei dem die EIB und die Europäische Kommission Mittel zur Realisierung von Infrastrukturvorhaben zur Verfügung stellen, um die derzeitige Investitionsschwäche in Europa zu überwinden, so die Kanzlei. Das Freshfields-Team umfasste u.a.  Daniel Reichert-Facilides, Alexander Ruschkowski, Robin Helmke und Gabriela Gomes Strieder (alle Bank- und Finanzrecht).

Link: Freshfields

 

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