22. Dez 2016   Business Finanz Recht

Emissionen in Österreich bei 17,5 Milliarden Euro

Wien. Im letzten Quartal hat die Finanzmarktaufsicht zwar mehr Prospekte gebilligt, das Emissionsvolumen ging aber zurück.

Konkret billigte Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) im 3. Quartal 2016 16
Kapitalmarktprospekte und 12 Nachträge, ein Billigungsverfahren wurde eingestellt. Im
Vergleichszeitraum des Vorjahres waren 12 Prospekte und 17 Nachträge gebilligt sowie vier
Billigungsverfahren eingestellt worden.

Das Bruttoemissionsvolumen verzinslicher Wertpapiere von in Österreich Ansässigen lag mit rund 17,5 Mrd. Euro um ein Drittel unter dem 3. Quartal 2015. Dies geht aus dem jetzt von der FMA veröffentlichten Bericht der Aufsicht über Kapitalmarktprospekte hervor.

Die Kategorien

Zwischen 1. Juli und 30. September wurden Prospekte von insgesamt 15 Emittenten gebilligt. Dabei zeigt sich laut FMA folgende Aufteilung auf die verschiedenen Emittentenkategorien:

  • IPO’s, Kapitalerhöhungen, Listingprospekte: 2 (Q3 2015: 1)
  • Wohnbaubanken: 1 (Q3 2015: 2)
  • Basisprospekte: 11 (Q3 2015: 5)
  • Anleihen: 1 (Q3 2015: 1)

Auf Grund von Verstößen gegen das Kapitalmarktgesetz verhängte die FMA im 3. Quartal drei Verwaltungsstrafen (Q3 2015: 8) und brachte zwei Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft ein (Q3 2015: 7).

Im internationalen Kontext zeigt sich ein leichter Anstieg der an die FMA notifizierten Prospekte von 79 im 3. Quartal 2015 auf 84 im 3. Quartal 2016. Die Anzahl der an die FMA notifizierten Nachträge stieg von 254 im 3. Quartal 2015 auf 297 im 3. Quartal 2016.

Der Großteil dieser eingehenden Notifikationen wurde der FMA von der in Deutschland zuständigen Behörde sowie der zuständigen Behörde Luxemburgs übermittelt.

Die FMA notifizierte ihrerseits acht Prospekte (Q3 2015: 7) und vier (Q3 2015: 12) Nachträge an Schwesterbehörden.

Link: FMA (Quartalsbericht Q3/2016)

 

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