23. Feb 2017   Business Finanz Recht

Inflation steigt auf 2%, Zinsen auf Spareinlagen bei 0,90%

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Zinsbericht. Die Inflation zieht an: 2 Prozent betrug sie in Österreich laut Statistik Austria im Jänner 2017. Im Dezember waren es noch 1,4 Prozent. Können Spareinlagen wenigstens teilweise kontern? Ein Überblick mit aktuellen Zinszahlen.

Die aktuelle Inflation liegt so hoch wie seit dem Juli 2013 nicht mehr. Hauptverantwortlich für den starken Anstieg waren Treibstoffpreise. Der Bereich Verkehr war im Jänner verglichen mit Jänner 2016 nämlich sogar um 4,2 Prozent teurer.

Ohne Treibstoffe hätte die Inflation 1,5 Prozent betragen. Letzterer Wert macht auch klar, was Anleger tun müssen, um die Kaufkraft ihrer Ersparnisse zu bewahren: Erstens beim Auto sparen (sodass die Treibstoff-Teuerung das persönliche Budget nicht so stark belastet) und zweitens die aktuellen Angebote an Markt genau betrachten.

Die Zinslandschaft

Denn die Sparer haben es derzeit angesichts von Zinsen an der Nulllinie bekanntlich nicht leicht. Laut Statistik der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) werden derzeit von den Banken auf bestehende Spareinlagen 0,15 Prozent Zinsen bezahlt (bei täglicher Fälligkeit). Für länger gebundenes Geld gibt es mehr: Bei einer vereinbarten Laufzeit von über zwei Jahren sind bei Bestandskunden immerhin 1,12 Prozent drin.

Noch tiefer liegt das Marktniveau beim Neugeschäft: Auch bei Laufzeiten von über zwei Jahren sind nur 0,82 bis 0,90 Prozent drin, wenn neu abgeschlossen wird, so jedenfalls die OeNB-Auswertung.

Einen kleinen Lichtblick gibt es immerhin: Laut den OeNB-Zahlen hat sich gegenüber dem Oktober und November 2016 eine leichte Besserung ergeben. Demnach lagen die Zinsen bei Spareinlagen über 2 Jahren Laufzeit im Oktober bei 0,69% und im November bei 0,77 Prozent, haben aber im Dezember nun immerhin 0,82 – 0,90 Prozent erreicht.

Auch die aktuellen Angebote der Onlinebanken zeigen eine große Bandbreite. Wie immer gilt, dass vor allem Aktionen Gelegenheiten zur Geldanlage bieten können, die Anleger aber auch genau schauen müssen, was danach mit der Verzinsung ihres Geldes passiert.

Am oberen Ende der Bandbreite positionieren sich derzeit u.a. ING-DiBa Austria (1,00%), MoneyYou und DenzelBank. Hier ein Überblick über aktuelle Sparzinsen.

Link: OeNB

 

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