27. Feb 2017   Business Recht Tech Veranstaltung

Taxifahrer und Uber beim Competition Talk der BWB

Wien. Beim 28. Competition Talk der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ging es um Freiheit vs. Regulierung: Das hieß in der Praxis Taxifahrer gegen Online-Fahrtenvermittler Uber. 

Am 15. Februar 2017 fand der bereits 28. Competition Talk in den Räumlichkeiten des Hotels Stefanie statt, so die BWB. Die Vortragenden zum Thema „Uber – Freiheit vs Regulierung“ waren Christian Holzhauser (Geschäftsführer der CC Taxicenter GmbH und Funktionär bei der WKO und WKW) sowie Andreas Weinberger, General Manager von Uber Austria. Dabei wurde die Veranstaltung erstmals auch auf Video aufgenommen.

Generaldirektor Theodor Thanner verwies auf die immer größer werdende Wichtigkeit der new/shared economy hin. Taxi-Repräsentant Holzhauser hob in seinem Vortrag gleich zu Beginn eine Gemeinsamkeit zwischen der Taxifunkzentrale Taxi-40100 und Uber hervor. Demnach haben beide selbst keinen Fuhrpark, sie vermitteln lediglich die Fahrdienstleistungen. 1.800 Fahrzeuglenker seien in Wien unter Vertrag.

Die Diskussion

Holzhauser strich hervor, dass die Lenker, die für Taxi-40100 fahren würden, einen großen Vorteil hätten – nämlich eine kollektivvertragliche Bezahlung. Dies sei ein klarer und transparenter Tarif, der vom Wiener Magistrat festgelegt und auch ein Teil der Daseinsvorsorge sei. Dazu gibt es einen Fokus auf rasches Abhol-Tempo, auf Ökologie, auf Sicherheit u.a.

Uber-Manager Weinberger führte aus, dass Uber bereits vor 7 Jahren angefangen hat, den Markt zu bedienen. Uber gäbe es bis dato in 450 Städten, in 70 Ländern der ganzen Welt. Uber arbeite daran eine höhere Auslastung für den Verkehr zu erwirken. Der Mobilitätsmix mit carsharing, Uber und andere Fahrdienstleister würde helfen die gefahrenen Kilometer zu reduzieren.

Es ginge nicht um ein Gegeneinander, sondern um ein Miteinander. Bestes Beispiel seien Taxifahrer und Lenker von Mitwagenunternehmen, die ebenfalls für Uber fahren würden. Man könne auf erfolgreiche Beispiele der Kooperation mit der öffentlichen Hand bzw. Verkehrsbetrieben in den USA verweisen, sei förderlich für die Mobilität im ländlichen Raum, es gebe Initiativen für die Sicherheit u.a.

Im Folgenden ging es dann über künftige Entwicklungen usw., wie auf den Videos der BWB angesehen werden kann.

Link: BWB (28. Competition Talk)

    Weitere Meldungen:

  1. Führung in der Krise: Eigenverantwortung oder Vorschriften?
  2. Zwei neue Chefinnen für Amrop in Österreich
  3. „Wise Women of WU“ als Karriere-Boost für Frauen
  4. Quality Austria richtet Kursprogramm 2023 neu aus