Versicherungsmakler prämieren Arbeit zu Anwaltswahl

Wien. Beim 15. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler ging es um die Beziehungen zu Kunden – und auch anderen Berufsgruppen.

Unter dem Motto „beziehungsweise“ fand der 15. Maklertag in den Sofiensälen statt. Das Versicherungsgeschäft sei in erster Linie ein Vertrauensgeschäft – und deshalb sei es besonders wichtig, das Vertrauen der Kunden zu stärken und Verständnis für ihre Situation aufzubringen, so Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler.

Zu den Themen

  • Wer berücksichtigt, wie das Gehirn Informationen und Gespräche verarbeitet, kann dadurch bessere und erfolgreichere Kundenbeziehungen aufbauen. Unternehmen und Führungskräfte sind dann erfolgreich, wenn sie den persönlichen Kontakt nicht vergessen, erinnerte der Neurowissenschaftler und deutsche „Science Slam Meister“ Henning Beck das Publikum.
  • Publizistin Karin Kneissl widmete sich in ihrem Vortrag besonders dem Thema Diplomatie. Ein guter Diplomat bzw. Versicherungsberater müsse gute, persönliche Kontakte haben und präventiv netzwerken, um für den Krisenfall gewappnet zu sein. Dazu ist Persönlichkeit und Menschenkenntnis notwendig. Aller Anfang ist, laut Karin Kneissl, daher die Rekrutierung.
  • In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Hubert Schultes (Generaldirektor NÖ Versicherung) und Hermann Fried (Vorstandsdirektor Wiener Städtische) stimmten die Experten überein, dass es wichtig sei, digitale Möglichkeiten zu nutzen und die persönliche Beziehung zu pflegen. Das eine gehe nicht ohne das andere, denn beides wird vom Kunden gewünscht.

Die Auszeichnungen

Auch dieses Jahr vergaben die Wiener Versicherungsmakler wieder Auszeichungen, den „Hammurabi Preis“:

  • Die Siegerstatue aus Bronze, die von Fachgruppenobmann-Stv. Wilhelm Hemerka übergeben wurde, erhielt Maximilian Brunner, der für seine Einreichung „Die freie Anwaltswahl in der Rechtschutzversicherung“ zusätzlich 2.000 Euro Preisgeld erhält. Die Arbeit widmet sich der Frage, ob der Versicherungsnehmer einer Rechtsschutzversicherung das Recht hat, sich durch seinen persönlichen Anwalt des Vertrauens vertreten zu lassen oder ob er im Versicherungsfall den Vertragsanwalt der Rechtsschutzversicherung akzeptieren muss.
  • Die Einreichungen von Karin Gruber (Der Einfluss der Digitalisierung auf den Verkaufsprozess von Versicherungen aus Kundenperspektive) und Michael Kraus (Versicherung auf fremde Rechnung) wurden mit je 1.000 Euro prämiert.

Die Gästeliste

Anwesend waren laut Veranstaltern u.a. Martin Heimhilcher (Spartenobmann Information und Consulting der WKW), Andrea Stürmer (Vorstandsvorsitzende Zurich Versicherung), Kurt Molterer (Vorstandsvorsitzender Nürnberger), Hartwig Löger (Vorstandsvorsitzender UNIQA), Erik Venningdorf (Vorstandsdirektor GRAWE), Johannes Loinger (DAS Vorstandsdirektor), Wenzel Staub (Vorstandsvorsitzender MUKI), Arno Schuchter (Generali Vertriebsvorstand), Hermann Fried (Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen), Hubert Schultes (Generaldirektor NÖ Versicherung), Werner Panhauser (Vertriebsvorstand Helvetia) uv.m.

 

 

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