06. Mrz 2017   Recht

BWB nimmt die Skiverbünde erneut ins Visier

Tirol/Wien. Der Chef der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), Theodor Thanner, hat in einem Interview neue Prüfungen der Liftkartenpreise in den großen Skiresorts angekündigt.

Es sei auffällig, dass die Tageskarten in den großen Skigebieten alle um die 51 oder 52 Euro kosten, wird Thanner von der Tiroler Tageszeitung (TT) zitiert.

Besonders bei Kartenverbünden sowie bei weiteren Zusammenschlüssen zu Kartenverbünden sowie bei Skigebietsfusionen will die BWB näher hinschauen, wird berichtet.

Was ist los in amadé?

Thanner will die im Fall des Salzburger Skiverbunds amadé aus dem Jahr 2003/2004 getroffenen Feststellungen noch einmal ansehen: Auf diese würden sich heute alle Skiverbünde berufen, die seinerzeitigen Auflagen müsse man nun neu überdenken, zeigt sich der BWB-Chef im Interview unzufrieden.

Ganz überraschend kommt die Offensive nicht, denn die Skipässe befinden sich bereits seit einiger Zeit auf der Liste jener Prüfungsaufgaben, die die Wettbewerbskomission regelmäßig aufstellt: Diese vom Wirtschaftsministerium basierend auf Empfehlungen der Sozialparter beschickte Kommission ist sozusagen für die groben Leitlinien der Prüfungstätigkeit der BWB zuständig. Sie erstellt jährlich neue Schwerpunkt-Prüflisten für die BWB (nach Branchen bzw. Geschäftsobjekten).

Die Richtlinien der Kommission haben allerdings rechtlich gesehen nur Empfehlungscharakter, es ist also keine ausgemachte Sache, dass die BWB entsprechend prüft – und vor allem nicht, wann.

Link: TT

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