08. Mrz 2017   Business Steuer

2017 wird das Jahr der Steuern auf digitale Güter

In vielen Ländern. Eine Digitalsteuer in der Schweiz, ähnliche Maßnahmen in neun weiteren Staaten: Digitale Güter – beispielsweise Software-Downloads – werden dadurch möglicherweise heuer teurer, warnt Softwarenabieter Valve.

Laut dem Unternehmen, das über seine Online-Softwareplattform „Steam“ Computerspiele, Software, Filme und TV-Serien an rund 125 Millionen Kunden verkauft, könne dies Preiserhöhungen um bis zu 24 Prozent bedeuten – zumindest theoretisch.

Voraussetzung ist natürlich, dass die Anbieter Preiserhöhungen auch in vollem Umfang an ihre Kunden weitergeben. Valve selbst scheint es den Entwicklern (Softwareherstellern) überlassen zu wollen, wie sie preislich reagieren.

Der nachstehende Überblick wurde ursprünglich nur an Entwickler übermittelt, die ihre Software über Steam verkaufen, und auf dem US-Portal reddit veröffentlicht.

Die Steuer-Planung

Demnach heben derzeit folgende Länder „Digitalsteuern“ ein (Stand März 2017):

  • Schweiz (8%)
  • Südkorea (10%)
  • Japan (8%)
  • Neuseeland (15%)
  • Island (24%)
  • Südafrika (14%)
  • Indien (15%)

Bis zum Sommer 2017 sollen folgende Länder nachziehen:

  • Serbien (20%)
  • Taiwan (5%)
  • Australien (10%)

Teilweise scheint es sich schlicht um die Aufhebung bisheriger Befreiungen von der Mehrwertsteuer für digitale Güter zu handeln.

In Österreich wie Deutschland unterliegen App-Käufe u.a. längst der Umsatzsteuer, insofern können heimische Konsumenten gelassen bleiben, bezahlen sie doch schon längst.

Aktuell wird in Österreich allerdings die Einführung der Werbeabgabe auf Online-Werbung diskutiert – bisher war sie ausgenommen. Auch dies ist ein Zeichen, dass die Begehrlichkeiten des Fiskus in Sachen Online-Welt im Steigen begriffen sind.

Link: Valve (Steam)

 

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