WU-Diskussion zu Globalisierung, Handelsabkommen

©Johannes Zinner

Wien. Bei der Veranstaltungsserie „WU matters. WU talks.“ diskutieren am 28. März 2017 eine Reihe von Experten und Uni-Professoren (letztere ausschließlich von der WU) über die Herausforderungen der Globalisierung. Im Fokus sind wirtschaftliche, soziale und rechtliche Aspekte von CETA, TTIP & Co. 

Bilaterale und „megaregionale“ Handelsabkommen wie CETA, TTIP und TPP haben sich seit der Jahrtausendwende zum starken Trend manifestiert, so die Uni (auch wenn viele Bürger und auch recht prominente Politiker wie US-Präsident Donald Trump bekanntermaßen nicht ihr Fan sind).

Angesichts der insbesondere demokratie- und geopolitischen Fragen rund um diese Abkommen rücken Bilateralismus und Regionalismus nun zunehmend in das Zentrum der Kritik, so die WU.

Die Veranstaltung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „WU matters. WU talks.“ diskutieren am 28. März 2017:

  • Univ.Prof. i.R. Dr. Fritz Breuss, Institut für Internationale Wirtschaft, WU
  • Univ.Prof. Dr. Verena Madner, Forschungsinstitut für Urban Management & Governance und Department für Sozioökonomie, WU
  • Univ.Prof. Dr. Erich Vranes, Institut für Europarecht und Internationales Recht, WU
  • Dr. Jörg Wojahn, Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich
  • Univ.Prof. Dr. Michael Holoubek, WU-Department für Öffentliches Recht und Steuerrecht (Moderation)
  • Eröffnet wird die Veranstaltung von Vizerektor Michael Lang, WU-Professor am Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht.

Worum es geht

Galten Ende der 1990er Jahre multilaterale Ansätze als einzige Option zur Handelsliberalisierung, richtete sich die Europäische Kommission im Jahr 2006 neu aus. Die neue Strategie sollte eine schnellere und weiterreichende Marktöffnung und wirtschaftliche Integration ermöglichen und sah auch Abkommen auf bilateraler Ebene vor.

Angesichts der aktuellen Diskussionen rund um große bilaterale Abkommen wie CETA, TTIP und Co. stehen allerdings auch deren Schattenseiten immer wieder im Fokus. Kritiker sehen verschiedenste Gefahren für soziale Sicherheit, Arbeitsrechte und den Umweltschutz und bemängeln intransparente Verhandlungen.

Befürworter sehen darin die Chance, verbindliche Regeln als Basis für den globalen Handel zu schaffen. Am 15. Februar dieses Jahres wurde im Europäischen Parlament mehrheitlich für CETA abgestimmt. Bevor das Abkommen jedoch flächendeckend in Kraft tritt, muss es noch einmal durch die nationalen Parlamente.

Link: WU

 

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