03. Apr 2017   Business Finanz Personalia

Der ewige Direktbanker: Ernst Huber gründet DADAT

Ernst Huber ©DADAT / Andreas Kolarik

Salzburg/Graz. Ernst Huber ist ein Veteran unter den österreichischen Online-Bankern: Er war unter anderem 1995 Mitgründer und dann zweimal Chef der direktanlage.at, machte aus ihr die Hello Bank und legt jetzt mit der neuen Onlinebank DADAT den dritten (oder vierten?) Bankstart hin – diesmal im Auftrag der GRAWE.

DADAT ist die neugegründete Direktbank der GRAWE-Gruppe, zu der die Banken Schelhammer & Schattera sowie Bank Burgenland, die Grazer Wechselseitige Versicherung u.a. gehören.

Die DADAT mit Sitz in Salzburg hat aktuell 12 Mitarbeiter und ist als Marke der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG Teil der GRAWE Bankengruppe, zu der Huber von der Hello Bank gewechselt ist.

Und ewig lockt die Direktbank

Der Salzburger Ernst Huber war von der Gründung der Onlinebank direktanlage.at 1995 bis Mitte 2012 ihr Chef. Dann war er drei Jahre lang Vorstandssprecher der Direktbank DAB in München, die später von BNP Paribas gekauft und 2016 mit ihrer Schwester Consorsbank zusammengelegt wurde.

Huber war zu diesem Zeitpunkt längst wieder bei der direktanlage.at: Er kerhte im Juli 2015 als Vorstandsvorsitzender dorthin zurück, um sie zur Hello Bank umzubauen – im Auftrag der BNP Paribas, die die auf Online-Trading spezialisierte direktanlage.at 2014 übernommen hatte.

Doch bereits 2016 wechselte Huber zu Schelhammer & Schattera. Nun geht er nach neunmonatiger Vorbereitung in Österreich mit einer weiteren Direktbank an den Start: Die DADAT Bank soll sich als moderne Direktbank für Giro-Kunden, Sparer, Anleger und Trader positionieren. Alle Produkte und Dienstleistungen werden ausschließlich online angeboten.

Dabei plant die GRAWE schon jetzt, auch Produkte der Gruppenunternehmen – etwa Versicherungspolizzen – über ihre neue Direktbank anzubieten.

Aktionen für Neukunden zum Marktstart

Zum Marktstart will die DADAT Bank potenziellen Kunden den Wechsel mit attraktiven Aktionen schmackhaft machen – wobei die Strategie duchaus an Platzhirschen wie ING-DiBa oder auch Hubers frühere Wirkungsstätte Hello Bank erinnert.

So ist beim DADAT Girokonto eine kostenlose, NFC-fähige Bankomatkarte inkludiert, ebenso eine Kreditkarte (Visa). Für das Gehalts- oder Pensionskonto fallen keine Kontogebühren an. Dazu erhalten Neukunden einen Startbonus von 75 Euro. Zum Vergleich: Bei der ING-Diba sind es derzeit ebenfalls 75 Euro, die Hello Bank bot bis zum Herbst 2016 einen ganz ähnlichen Startbonus (wobei Kunden in spe natürlich jeweils auf die Konditionen im Detail achten sollten).

Bei Eröffnung eines DADAT Sparkontos gibt es laut den Angaben derzeit für täglich fälliges Geld 1,0 Prozent Zinsen p.a. in den ersten vier Monaten ab Eröffnung. Und DADAT Konten können per Video-Legitimierung bequem von zu Hause aus eröffnet werden (erst seit kurzem in Österreich rechtlich zulässig).

Für Wertpapier-Anleger und Trader, die ein neues Depot bei der DADAT Bank anlegen, gelte in den ersten sechs Monaten eine Pauschale von 3,95 Euro pro Transaktion für Orders bis zu einer Höhe von 25.000 Euro im börslichen und außerbörslichen Handel.

Dazu fallen in den ersten sechs Monaten für rund 500.000 Wertpapiere der DADAT-Partner Commerzbank, Deutsche Bank, Bank Vontobel und UniCredit Spesen weg. Und die DADAT will ihren Kunden bis zu 200 Euro der Übertragungsspesen vom alten Depot abnehmen.

Die Statements

„Wir sind sehr optimistisch, viele Kunden von unseren innovativen Banking-, Anlage- und Trading-Services sowie den äußerst günstigen Konditionen überzeugen zu können. Unsere technische Infrastruktur präsentiert sich auf dem modernsten technologischen Stand. Und mit unserer Webseite www.dad.at, die optimal auch für die mobile Nutzung per Smartphone und Tablet konzipiert ist, werden wir neue Maßstäbe in der österreichischen Direktbankenlandschaft setzen“, so Huber.

Die Digitalisierung sei elementarer Teil der Geschäftsstrategie der GRAWE Bankengruppe, so Christian Jauk, GRAWE-CEO: „Wir möchten in Zukunft den österreichischen Direktbankenmarkt prägen und maßgeblich weiterentwickeln. Mit der neuen Direktbank setzen wir im Bereich der Digitalisierung einen weiteren wichtigen Meilenstein und freuen uns sehr, nun online zu gehen.“

 Link: DADAT

 

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