07. Apr 2017   Business Finanz Recht Steuer

Heta verkauft NPL-Portfolio mit DLA Piper und PwC

Christoph Urbanek ©DLA Piper

Klagenfurt/Wien. Die Hypo-Abbaueinheit Heta verkauft das NPL-Portfolio einer Petrochemie-Unternehmensgruppe mittels einer Ausschreibung, die nun in die entscheidende Phase geht: Beraten wird sie dabei von DLA Piper und PwC.

Konkret teilt die Heta Asset Resolution AG mit, dass sie im Zuge der Verwertung des NPL-Portfolios einer Petrochemie-Unternehmensgruppe nun in eine neue Phase eintrete: Die Heta habe bei dem Portfolio 2016 einen offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibungsprozess gestartet. Das Portfolio umfasst zehn Kredite, die an drei verbundene Unternehmen aus Kroatien und der Schweiz gewährt wurden.

Im Zuge dieses Ausschreibungsprozesses habe die Heta mehrere Non-binding-offers erhalten, von denen nur einige den gestellten Anforderungen entsprechen. All jene Interessenten, die alle Anforderungen erfüllt haben, werden von der Heta nun zur Teilnahme an der Binding-bid-Phase eingeladen.

Die Berater

Dabei wir die Heta von Wirtschaftskanzlei DLA Piper, konkret dem Wiener Partner Christoph Urbanek (Federführung) beraten. Ebenfalls für die Heta beratend tätig ist PwC Österreich.

Die Heta heute

Die Heta Asset Resolution ist eine Abbaugesellschaft im Eigentum der Republik Österreich, mit dem gesetzlichen Auftrag, den notleidenden Teil der 2009 verstaatlichten Hypo Alpe Adria so gut wie möglich zu verwerten.

Laut dem gerade veröffentlichten Jahresabschluss 2016 lag die – für den Abbauerfolg wichtige – Kenngröße des Barmittelbestandes (Barreserve) Ende 2016 auf 6,2 Mrd. Euro. Dies sei in erster Linie auf den Anstieg von Rückzahlungen von Refinanzierungslinien von Konzern- sowie ehemaligen Tochtergesellschaften und auf die in 2016 erzielten Abbauerfolge zurückzuführen.

Bis Ende März 2017 wurde die Barreserve weiter deutlich auf EUR 7,9 Mrd. erhöht, so die Heta. Wesentlich trugen dazu die vorzeitige Rückführung von Refinanzierungslinien der Addiko Bank AG sowie die fortgesetzte Veräußerung von Vermögenswerten, insbesondere der Abverkauf der gesamten italienischen Aktivitäten der Gruppe bei.

Heta-CEO Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath sieht sich gut unterwegs: Im Hinblick auf das bei Einleitung der Abwicklung Anfang 2015 gesetzte Ziel eines Portfolioabbaus von 80 % der Assets bis Ende 2018 liege die Heta aktuell deutlich über dem Plan, die Erwartung sei zulässig, dieses Ziel vielleicht schon Ende 2017 zu erreichen.

Danach, so der CEO, komme allerdings der mühsamere Weg, nämlich „die weniger attraktiven, verbleibenden Werte in unseren Gesellschaften zu akzeptablen Preisen zu veräußern“.

Hoher Bilanzgewinn durch Schuldenschnitt

Die Konzernbilanzsumme der Heta reduzierte sich in 2016 von EUR 11,2 Mrd. auf EUR 10,8 Mrd. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Periodenergebnis für den Konzern nach Steuern i.H.v. EUR +6.714 Mio. (1-12/2015: EUR -496 Mio.) nach IFRS.

Dises Ergebnis wird laut Heta-Bericht maßgeblich beeinflusst durch die Umsetzung des durch die FMA angeordneten Schuldenschnitts: Aus dem Schuldenschnitt resultierte ein Ergebnis aus der Gläubigerbeteiligung nach BaSAG von insgesamt EUR 7.126 Mio. (1-12/2015: EUR 0 Mio.).

Link: Heta Asset Resolution

Link: DLA Piper

Link: PwC

 

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