13. Jun 2017   Recht

Cobin claims ohne Kolba, Jaindl übernimmt

Wien. Die künftige Sammelklagen-Plattform Cobin claims muß den Start ohne Ex-VKI-Rechtschef Peter Kolba schaffen. Journalist Oliver Jaindl soll neuer Obmann werden. 

Der langjährige ehemalige Leiter der Rechtsabteilung des VKI, Peter Kolba, und spätere Mit-Gründer des gemeinnützigen Vereins Cobin claims – Plattform für Sammelaktionen, wird auf eigenen Wunsch die Rolle des Vereinsobmanns von Cobin claims zurücklegen. Das teilt die Plattform, die derzeit versucht per Crowdfunding den Start zu schaffen, jetzt öffentlich mit.

Von Mitgliedern wurde der 39-jährige Jurist und Journalist Oliver Jaindl als möglicher Nachfolger vorgeschlagen, heißt es. Die den Statuten entsprechende Neuwahl werde aber erst erfolgen.

Langes Interview, keine Gründe

Der Verein werde weiterhin seine Rolle als gemeinnützige, nicht profitorientierte Organisation wahrnehmen, um in Massenschadenfällen Konsumenten (COnsumers), EPU und KMU (Business) sowie Privatanlegern (INvestors) die Durchsetzung ihrer Rechte zu ermöglichen. „Der Verein wird unbeirrt an seinem gemeinnützigen Charakter festhalten und bereits in Bälde Sammelaktionen starten“, so Cobin claims-Schriftführer Oliver Jaindl und -Kassier Manfred Biegler.

Cobin claims habe Rückhalt von seinen Beiratsgremien bestehend aus Rechtsanwälten, Sachverständigen, Investorenvertretern und der Zivilgesellschaft.

Peter Kolba hat erst diese Woche in einem Interview mit der Wiener Zeitung seine Pläne für COBIN claims geschildert: Eine gewisse Enttäuschung mit dem geringen Finanzierungsaufkommen aus Crowdfunding klang dabei durch – aber auch große Pläne mit der Plattform, die nun anscheinend Makulatur sind.

Link: COBIN claims

 

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