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Finanz

Ein starker Herbst für die Finanzmärkte?

Christian Nemeth ©Zürcher Kantonalbank

Wien/Salzburg. Einstiegsängste sind fehl am Platz, glaubt der Vorstand der Zürcher Kantonalbank in Österreich: Die Finanzmärkte sollen Anlegern auch im zweiten Halbjahr 2017 gewogen bleiben, den Zinssorgen, Konjunkturtroubles und Trumps dieser Welt zum Trotz.

Die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten wurde in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 wesentlich von politischen Ereignissen in Europa und den USA beeinflusst, heißt es in einer aktuellen Analyse der Bank: Begünstigt durch die positive Entwicklung der Konjunktur und bei den Unternehmensgewinnen konnte man an den Börsen gute Ergebnisse einfahren.

Und womit haben Anleger in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen? Nun – die Kurse werden zwar nicht in den Himmel wachsen, das weiterhin bestehende Niedrigzinsumfeld lade aber dazu ein, Chancen am Kapitalmarkt wahrzunehmen, so die Privatbank.

Der Trump-Faktor

Obwohl US-Präsident Donald Trump bis dato keines seiner zentralen Wahlversprechen verwirklichen konnte, behauptete sich die amerikanische Börse bisher gut und verzeichnete neue Rekordstände. Vor allem Technologieunternehmen, Pharmakonzerne sowie zyklische Konsumwerte entwickelten sich positiv.

„Verantwortlich dafür ist die erfreuliche Entwicklung der Unternehmensgewinne“, erklärt Christian Nemeth, Chief Investment Officer der Zürcher Kantonalbank Österreich AG. Die US-Notenbankpolitik werde mit zwei Zinsanhebungen als behutsamer Weg in Richtung Normalität verstanden.

Auch wenn das Wirtschaftswachstum in den USA unter den Erwartungen blieb, geht Nemeth davon aus, dass sich die wirtschaftliche Belebung in den USA fortsetzen wird: „Am Arbeitsmarkt herrscht Vollbeschäftigung, das wird den privaten Konsum weiter unterstützen“, so das Vorstandsmitglied der Privatbank.

Europas Börsen lassen Anleger jubeln

Ein Blick nach Europa zeigt, dass die Wahlen bisher im Sinne der proeuropäischen Kräfte verliefen. In den Niederlanden verfehlte Gert Wilders im März sein Ziel, die stärkste Kraft im Land zu werden, in Frankreich wies Emmanuel Macron im Mai Marine Le Pen in die Schranken. Und in Großbritannien musste Brexit-Befürworterin Theresa May kürzlich Verluste hinnehmen.

All das beflügelte die europäischen Aktienbörsen, die im aktuellen Ranking sehr weit oben liegen, heißt es: „Die Kombination aus guter globaler Konjunktur und nachlassendem politischem Risiko erweist sich als guter Nährboden für Kursgewinne“, so Nemeth.

Beherzte Anleger konnten in diesem Jahr an Europas Börsen schon gute Ergebnisse erzielen, größere Rückschläge gab es kaum.

Keine Furcht vor der zweiten Jahreshälfte?

Nach einer guten ersten Hälfte ist für Anleger nun vor allem interessant, wie es an den Finanzmärkten im zweiten Halbjahr weitergeht. Immerhin führten Andeutungen über eine mögliche Wende der EZB-Politik zu kurzfristigen Turbulenzen.

Hier empfiehlt der Anlage-Experte Nemeth, sich vom aktuellen Tagesgeschehen nicht allzu sehr verunsichern zu lassen: „In den letzten Jahrzehnten gingen große Kursabschwünge immer von einer Kombination mehrerer Faktoren aus.“

Die globale Konjunktur entwickle sich jedoch weiterhin sehr solide, wovon die Unternehmen und deren Umsatz- und Gewinnentwicklung profitieren sollten. Aus Sicht der Anleger unterstützt ein solches Umfeld Aktien, zumal auf der Anleihenseite wenig attraktive Alternativen vorhanden sind. „Die Kurse werden in der zweiten Jahreshälfte nicht in den Himmel wachsen, wir bleiben aber optimistisch“, lautet Nemeths Devise für das zweite Halbjahr.

Link: Zürcher Kantonalbank

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