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Bildung & Uni, Business, Jobs

Diskussion: Portfolio-Worker punkten künftig

Krems/Wien. Um Trends bei der Personalauswahl und Weiterbildung ging es jetzt bei einer Diskussion der Donau-Uni Krems.

Beim Netzwerk-Treffen des Departments für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems im Schloss Schönbrunn in Wien wurde deutlich: Durch immer speziellere Anforderungen an Führungskräfte gewinne das lebensbegleitende Lernen eine völlig neue Dimension.

Zukünftig würden vielseitig ausgebildete „Portfolio-Worker“ ihre Expertise mehr als nur einem Unternehmen zur Verfügung stellen, heißt es.

Eingeladen waren neben Absolventinnen und Absolventen sowie Vortragenden der Donau-Universität Krems auch Kooperationspartner.

Attila Pausits, Leiter das Zentrums für Bildungsmanagement und Hochschulentwicklung an der Donau-Universität Krems, wies in seinem Impulsstatement darauf hin, dass das Ziel wissenschaftlicher Weiterbildung über das Lernen neuer Inhalte weit hinaus reiche. „Hier geht es darum, Erlerntes auch anwenden zu können, sowie zu erfahren, wie man sich wissenschaftlich fundiertes Wissen aneignen kann.“

Qualitätskriterien für Führungskräfte des 21. Jahrhunderts

Erich Pichorner, Geschäftsführer des Personaldienstleisters ManpowerGroup Österreich, hielt fest: „Vielseitigkeit in der Aus- und Weiterbildung, Methodenwissen, strategisches Denken und Kommunikationskompetenz zählen heute zu den Top-Anforderungen, denn in Zeiten von Automatisierung, immer komplexer werdenden Kundenbedürfnissen und sparsam besetzten Führungsebenen steht jede einzelne Führungskraft unter hohem Druck.“

Dabei scheitere es oft an mangelnder Kommunikations- und Reflexionsfähigkeit: „Personen, die nur aufgrund langer Unternehmenszugehörigkeit oder einer bestimmten Fachausbildung auf der Karriereleiter nach oben kamen, können die hohen Erwartungen an ihre Gestaltungs- und Problemlösungskompetenz heute oftmals nicht erfüllen. Manchmal sind sie gar nicht in der Lage, ein Problem in seiner Tragweite zu erfassen, geschweige denn brauchbare Vorschläge zu dessen Bearbeitung beizusteuern. Früher konnten die Führungskräfte heikle Themen teilweise an ein Strategieteam delegieren. Jetzt müssen sie selbst liefern, und das meist schnell.“

Lebensläufe im Wandel

Personalentscheider, die über Führungskräftemangel klagen, werden sich damit auseinandersetzen müssen, dass die Zeit der geradlinig verlaufenden, lückenlos befüllten Lebensläufe vorbei sei, so die Spezialisten: Es gebe nicht nur eine zunehmende Wechselbereitschaft gut qualifizierter MitarbeiterInnen, die im Hoffen auf bessere Karrierechancen schon nach wenigen Jahren wieder auf dem Sprung sind.

Viele Menschen nehmen sich auch bewusst Pausen vom Arbeitsmarkt, um sich neu zu orientieren, sich weiterzubilden oder sich einfach mal eine Auszeit zum Durchatmen zu gönnen. Pichorner: „Ich kann Entscheidungsträger im Personalwesen nur einladen: Haben Sie den Mut, auch Personen mit breitem Kompetenz- und Erfahrungsportfolio einzustellen. Lösen Sie sich von dem Gedanken, eine Führungskraft nach Maß zu finden, die dann auch noch viele Jahre im Unternehmen verbleibt.“

Pausits wies darauf hin, dass seine Generation auch viel Wert auf eine gute Work-Life-Balance lege: Diese Generation wisse schließlich auch, dass aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung ein sehr langes Arbeitsleben vor ihr liegt. „Es wird in Zukunft am Arbeitsmarkt viele Portfolio-Worker geben, die ihr breites Kompetenz-Spektrum zeitgleich nicht nur einem Unternehmen zur Verfügung stellen wollen oder sich längere schöpferische Auszeiten nehmen werden.“

Link: Donau-Uni Krems

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