29. Aug 2017   Personalia

Goldenes Ehrenzeichen für Nationalfonds-Errichtung

Wien. Nationalfonds-Leiterin Renate S. Meissner und dessen Juristin Christine Schwab haben das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich erhalten.

Nationalratspräsidentin Doris Bures hat an Renate S. Meissner, stv. Generalsekretärin und Leiterin des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, und Christine Schwab, stv. Generalsektretärin und Leiterin des Allgemeinen Entschädigungsfonds, das von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verliehene Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich überreicht.

Christine Schwab ist seit 1995 Mitarbeiterin des Nationalfonds und seit 2001 stellvertretende Generalsekretärin und Bereichsleiterin des Allgemeinen Entschädigungsfonds für Opfer des Nationalsozialismus. Die Juristin war auch an der Erarbeitung der gesetzlichen Grundlagen des Entschädigungsfonds und der Mietrechtsentschädigung beteiligt und hat das Verfahren zur Abwicklung der Entschädigungszahlungen mitentwickelt.

Angesichts der Lebensgeschichten der NS-Opfer sei die Arbeit nicht immer leicht, sagte Schwab, sie sei aber dankbar, dass sie für den Nationalfonds und den Entschädigungsfonds arbeiten dürfe. Dadurch habe sie Gelegenheit bekommen, viele wunderbare Menschen kennenzulernen.

Überreicht wurden die Ehrenzeichen bei einem Empfang im Palais Epstein. In den vergangenen Jahren sei in Bezug auf die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit viel bewegt worden, ohne den unermüdlichen und persönlichen Einsatz von Meissner und Schwab wären diese Erfolge nicht möglich gewesen, zollte Bures den beiden laut Parlamentskorrespondenz Respekt.

Es sei ein Handvoll starker und engagierter Frauen gewesen, die im National- und Entschädigungsfonds Aufbau- und Pionierarbeit geleistet habe.

Die Zuständigkeiten

Meissner war als dienstälteste Mitarbeiterin gemeinsam mit Generalsekretärin Hannah Lessing maßgeblich am Aufbau des Nationalfonds beteiligt. Die studierte Ethnologin und Judaistin wurde 2001 zur Bereichsleiterin des Fonds bestellt. Zudem ist sie für die Abwicklung der im Washingtoner Abkommen geregelten Mietrechtsentschädigung zuständig und fungiert seit 2006 auch als wissenschaftliche Leiterin des Nationalfonds.

Unter ihrer Verantwortung werden die Lebensgeschichten betroffener NS-Opfer aufgezeichnet und wissenschaftlich aufgearbeitet. Damit würden nicht nur viele Personen Zugang zu den Lebensgeschichten der Opfer erhalten, so Bures: Diese seien auch wichtige zeitgeschichtliche Dokumente und eine Mahnung für die Zukunft. Meissner selbst äußerte den Wunsch, dass der Nationalfonds auch weiterhin „als helles Licht der Republik leuchtet“.

Link: Parlament

Link: Nationalfonds

    Weitere Meldungen:

  1. Verbot neuer Gasheizungen soll in 6 Wochen starten
  2. Wofür es 2023 mehr Geld gibt: Energie, F&E und mehr
  3. Mehr Geld und neue Pläne für VfGH und VwGH
  4. Tage der offenen Tür im neu renovierten Parlament