30. Aug 2017   Business

Expo 2020 Dubai: So will Österreich teilnehmen

Exporte. Österreichs Teilnahme an der Expo 2020 in Dubai ist jetzt fix: Gedacht ist unter anderem an eine Plattform für Exportfirmen.

Der Ministerrat hat am 22. August Österreichs Teilnahme an der Expo 2020 in Dubai, der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate, beschlossen.

Das Thema der Expo lautet „Connecting Minds, Creating the Future“ und soll mit den drei Sub-Themen „Opportunity, Mobility, Sustainability“ Zukunftsfragen des 21. Jahrhunderts thematisieren.

Österreich kann schon einiges

Das Thema der Weltausstellung -insbesondere Nachhaltigkeit – entspreche dem Selbstverständnis Österreichs als einem der Weltmarktführer bei Umwelttechnologie, erneuerbarer Energie, Ressourceneffizienz und nachhaltigem Tourismus, heißt es. Entsprechend will man heimischen Firmen Gelegenheit geben, sich dort zu präsentieren.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Österreichs wichtigster Handelspartner in der Region, mit einem Außenhandelsvolumen auf österreichischer Seite 2016 von rd. 817 Millionen Euro. Österreich erzielt mit den Vereinigten Arabischen Emiraten traditionell einen Handelsbilanzüberschuss, der 2016 über 462 Millionen Euro betrug. Die gesamte Region ist darüber hinaus ein bedeutender Herkunftsmarkt für den österreichischen Tourismus.

Innerhalb des Emirats kommt Dubai als Hub eine besondere Stellung zu – viele österreichische Unternehmen bearbeiten von hier aus nicht nur den lokalen Markt, sondern die gesamte Region des Golfkooperationsrates (GCC) und die Märkte in Asien und Afrika, so das Wirtschaftsministerium.

Der Ablauf der Expo

  • Die erste Weltausstellung in der Region Naher Osten/Afrika wird vom 20. Oktober 2020 bis zum 10. April 2021 laufen. Die Vereinigten Arabischen Emirate investieren rund fünf Milliarden Euro in die Entstehung des rund 480 Hektar großen Ausstellungsgeländes im Südwesten der Stadt.
  • Für österreichische Unternehmen bietet sich auch die Chance, durch die geplanten Infrastrukturprojekte abseits der österreichischen Beteiligung ihr Know-How unter Beweis zu stellen.
  • Die Gesamtkosten der österreichischen Teilnahme betragen 16,48 Millionen Euro, drei Viertel davon werden laut den Angaben vom Wirtschaftsministerium und ein Viertel von der Wirtschaftskammer Österreich übernommen.
  • Insgesamt werden 180 teilnehmende Länder und 25 Millionen Besucher, 70 Prozent davon aus dem Ausland, erwartet. Weitere EU-Länder wie Deutschland, Italien, Schweiz, Frankreich oder Großbritannien haben zugesagt.

 

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