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Business, Recht

EHL-Gründer Ehlmaier zufrieden mit der Expo Real 2017

München / Wien. Die Expo Real, die wichtigste Standort- und Immobilienmesse Europas, ist vorüber. Die Österreicher waren stark präsent – und ihre Geschäftspartner interessiert, so EHL.

Rund 10 Prozent Plus bei der Anzahl der Aussteller und ein weit stärkerer Besucherandrang als in den Vorjahren spiegeln die exzellente Situation auf dem Immobilienmarkt wider, meint der österreichische Immo-Berater EHL. „Auch Österreich ist auf der Expo Real äußerst stark vertreten und umgekehrt ist das internationale Interesse am österreichischen Markt so groß wie nie zuvor“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien.

Die Stimmung auf der Messe habe sich immer als zuverlässiger Gradmesser für die Entwicklung der nächsten ein bis zwei Jahre erwiesen und demzufolge „können wir mit einiger Sicherheit mit einem Anhalten des Immobilienbooms in Österreich rechnen“, so EHL-Gründer Ehlmaier. Er gilt – trotz der inzwischen stärkeren Österreich-Präsenz internationaler Immo-Berater wie Colliers oder CBRE – immer noch als ein Doyen seiner Branche hierzulande.

Welche Trends EHL auf der Expo Real ortet

Franz Pöltl, Geschäftsführender Gesellschafter EHL Investment Consulting, sieht folgende wichtige Investmenttrends:

  • Die Stunde der Kreativen. Neue Assetklassen und kreative Weiterentwicklungen traditioneller Immobilientypen finden so viel Beachtung wie noch nie. Die Entwickler setzen immer stärker auf Innovationen und die Investoren seien bereit, in diese auch beachtliche Summen zu veranlagen. Im Mittelpunkt stehen neue Wohnformen in den Bereichen studentisches Wohnen, temporäres Wohnen, Seniorenwohnen und betreutes Wohnen, sowie zum Teil völlig neuartige Logistikimmobilien für den rasant wachsenden Warenumschlag im
    Onlinehandel. Insbesondere gebe es innovative Lösungen für stadtnahe oder sogar innerstädtische Verteilzentren, mit denen der Transport auf der „letzten Meile“ zu den Konsumenten hocheffizient organisiert werden könne.
  • Preis- und Umsatzrekorde. Heuer wurden bei der Expo Real so viele Deals abgeschlossen wie schon seit Jahren nicht mehr. Dafür seien mehrere Faktoren verantwortlich: Es ist viel Geld auf dem Markt, es gibt trotz gegenteiliger Meinungen attraktive, neue Projekte und Objekte, die starke Konjunktur schlage sich in niedrigeren Leerstandsraten und steigenden Mieten bei gewerblichen Immobilien nieder, vor allem aber hat sich der Markt an die neuen Preisniveaus gewöhnt. Für Spitzenobjekte im Bürobereich werden Renditen mit einer 3 vor dem Komma nicht nur verlangt, sondern bald auch bezahlt werden, heißt es.
  • Österreicher erobern Deutschland. Aus rot-weiß-roter Sicht sei eine der bemerkenswertesten Entwicklungen, dass die österreichischen Entwickler und Investoren wieder viel stärker im Ausland aktiv sind als in den vergangenen Jahren. Zu nennen seien etwa UBM, CA Immo, Buwog, 6B47 oder Strabag. Auffällig sei, dass dabei der Fokus nicht wie beim Boom der Jahre bis 2008 auf Zentral- und Osteuropa liege, sondern weitaus stärker auf dem westlichen Nachbarn Deutschland. Da aber auch die Märkte im Osten ihre Krise offensichtlich überwunden haben, „wäre ich überrascht, wenn die österreichischen Entwickler und Investoren bei der nächsten Expo Real nicht auch wieder mit spannenden Aktivitäten in dieser Region präsent sein werden“, meint Pöltl.

Hochtechnologie und Datenschutz

Sandra Bauernfeind, Geschäftsführerin EHL Immobilien Management, ortet einen fortschreitenden Trend zu High-Tech in ihrer Branche. Das Ziel sei, Effizienz und Qualität der Verwaltung weiter zu steigern und gleichzeitig insbesondere auch den Datenschutz 100-prozentig zu wahren – das sei die große Herausforderung der kommenden Jahre für große Immobiliendienstleister.

Link: Expo Real 2017

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