Wenn ein Robo- und ein Cybersicherheitsfonds antreten

20. Okt 2017   Business Finanz
Howie Li ©ETF Securities

London / Wien. Die Digitalisierung krempelt die Wirtschaft um: Fondshaus ETF Securities setzt auf Automatisierung und Cybersicherheit – mit unterschiedlicher Performance.

Beide Exchange-Traded-Funds (ETF)-Produkte werden in der sogenannten „Future Present“-Rubrik geführt, und mit der zeigt sich Anbieter ETF Securities grundsätzlich zufrieden: Das verwaltete Vermögen des Cyber Security ETF und des Robotics & Automation ETF habe konkret im Oktober 2017 die Marke von einer Milliarde US-Dollar überschritten.

Wachstum bei den Cyber-Fonds

  • Der „ETF Securities Robo Global Robotics and Automation GO UCITS ETF“ wurde im Oktober 2014 gemeinsam mit Indexspezialist Robo-Global aus der Taufe gehoben und ist derzeit laut den Angaben etwa 715 Millionen Dollar schwer. Investitionsziel sind Unternehmen mit Fokus auf Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI). Dabei handele es sich um den ersten ETF seiner Art in Europa.
  • Der im Oktober 2015 aufgelegte „ETF Securities’ ISE Cyber Security GO UCITS ETF (ISPY)“ habe mittlerweile ein Volumen von immerhin 316 Millionen Dollar erreicht. Er investiert in Technologieunternehmen, die Lösungen entwickeln, um die Bedrohung von Cyber-Kriminalität und deren Risiken für Regierungen sowie Firmen zu bekämpfen.

Howie Li, Geschäftsführer von Canvas, der UCITS-Plattform von ETF Securities: „Wir glauben, dass die langfristige Beteiligung in den Bereichen Robotics und Automatisierung ebenso wie Cybersecurity-Aktien den Zugang zu einer beispiellosen vierten technischen und industriellen Revolution ermöglichen. Der exponentiell steigende Einsatz an Daten zum Erlangen technischer Vorteile, das Streben nach Effizienz sowie die Suche nach Nachhaltigkeit formen gemeinsam unsere zukünftige Gesellschaft und verändern unsere Art zu leben und zu arbeiten.”

Die Performance

Derzeit sind beide Cyberfonds im Plus, wobei aber die Performance der Automatisierungsjünger die der Cyberwächter deutlich schlägt – woraus sich freilich, wie immer an der Börse, keine Voraussagen für die Zukunft ableiten lassen.

Konkret sieht die Performance der beiden Produkte mit Stand Anfang Oktober 2017 so aus:

  • Demnach erzielte „Robo“ in den vergangenen zwölf Monaten eine Performance von mehr als 39,1 Prozent, während im gleichen Zeitraum der globale Aktienindex MSCI ACWI Index lediglich 16,6 Prozent abwarf. Seit seinem Bestehen habe der Fonds 51,6 Prozent zugelegt.
  • Beim ISE Cyber Security ETF gab es in den letzten zwölf Monaten immerhin 11 Prozent (seit Start 14,6 Prozent) Wertzuwachs.

Worin investiert wird

  • Betrachtet man die größten Positionen, die die beiden ETFs halten, so zeigt sich beim ISE Cyber Security naheliegenderweise eine Vorliebe für Virenwächter, Cloud-Spezialisten u.ä.: Größte Position laut September-Monatsbericht war die Sophos Group (4,25% der Fondsgelder), gefolgt von Qualys (Cloud Security), Splunk, Symantec und FireEye. Breit aufgestellte große IT-Player wie Cisco Systems (3,57%) sind ebenfalls im Portfolio.
  • Dagegen halten die Kollegen des Robo-ETF breiter gestreute Anteile. Die größte Position, der Drohnen- und E-Mobilitätshersteller AeroVironment, macht nur 1,94% des Volumens aus. Auf Platz zwei liegt Hollysys Automation (1.85%), gefolgt von Raven Industries (1.80%), IPG Photonics, Zebra Technologies, Rockwell Automation, ABB LTD-REG u.a.

Link: ETF Securites

 

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