02. Dez 2017   Business Nova

Der Adventkranz war für Arme gedacht

Advent. Vor 178 Jahren wurde der erste Adventkranz angezündet, erinnern die Erfinder: Für Arme, die sonst nichts hatten.

Entstanden ist der Adventkranz – in Deutschland auch „Adventskranz“ genannt – 1839: Um Kindern aus ärmsten Verhältnissen im Advent die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen, entzündete man im ersten Haus der evangelischen Diakonie in Hamburg jeden Abend eine Kerze an einem großen Wagenrad, heißt es.

Nach einigen Jahrzehnten war der Adventskranz dann auch in katholischen Haushalten zu finden, und heute gehört er sozusagen zum Weihnachts-Inventar – auch dort wo es an nichts mangelt.

Habe die Diakonie sich vor über 175 Jahren um verwahrloste deutsche Straßenkinder gekümmert – Essen, Unterkunft und Schulbildung organisiert – so sei sie auch heute Hoffnungsträger für Menschen in Not: Beispielsweise unterstütze man derzeit besonders sozial benachteiligte Kinder, Kinder mit Migrationshintergrund und mit Behinderungen.

Ein Vorläufer des Adventkalenders

Der ursprüngliche Adventkranz hatte immer genau so viele Kerzen, wie der Advent Tage zählt: 2017 sind das 22 Tage und 22 Kerzen. Das ist der kürzestmögliche Advent, weil der 24. Dezember in diesem Jahr auch der 4. Adventsonntag ist.

Vor kurzem wurde nun im Wiener Rathauspark der heurige Riesenadventkranz der Diakonie mit 22 Kerzen gemeinsam von Diakonie-Direktor Michael Chalupka, Gerlinde Riedl (Geschäftsführerin von Stadt Wien Marketing) und Kindern einer Wiener Volksschule wiedereröffnet.

„Für die Diakonie ist der Adventkranz Symbol und Hoffnungsträger geworden für Kinder und Jugendliche in Not. Damit knüpfen wir an die Geschichte des Adventkranzes an, denn der erste Kranz war für Straßenkinder gedacht, denen es an allem fehlte“, so Diakonie-Direktor Chalupka.

Der digitale Adventkranz

Im digitalen Zeitalter hat die Diakonie heute auch einen Online-Adventkranz aufzubieten: Dabei werde vom ersten Adventsonntag bis zu Weihnachten täglich auch ein handgefertigtes Produkt aus den Werkstätten des Diakoniewerks verlost.

Link: Diakoniewerk

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