Legal Tech Konferenz wirft Blick auf Digitalisierung

Wien. Ist Digitalisierung ein Game-Changer der klassischen juristischen Arbeit? Darum ging es bei der Future Law Legal Tech Konferenz.

Die eintägige Konferenz zur Digitalisierung im österreichischen Rechtsbereich fand am 29.November 2017 im Park Hyatt Hotel in Wien statt. Vor Ort waren Profis aus Justiz, Anwaltei, Corporates und Rechtsabteilungen, der öffentlichen Hand und Start-ups.

Insgesamt gab es laut Veranstaltern rund 240 Teilnehmer und -innen. Zum Programm gehörten Expertenreferate und Podiumsdiskussionen rund um Technologie und Legal Tech Lösungen mit Schwerpunkt auf die Themenbereiche Anwaltskanzlei 4.0, Blockchain & Grundbuch, künstliche Intelligenz für JuristInnen, die Zukunft der Rechtsabteilung & des Juristenberufes sowie die Justiz 3.0.

Die Statements

  • Wolfgang Pichler, Business Development & Beteiligungen bei Manz: „Die Möglichkeiten, die Legal Tech uns und künftigen Generationen bieten wird, sind faszinierend und begeisternd. Man muss sich aber fundiert mit dem Thema auseinandersetzen.“
  • Alberto Sanz de Lama, CEO von LexisNexis Österreich: „Die Future Law Konferenz leistet einen wesentlichen Beitrag, um der Rechtsbranche Orientierung auf ihrem Weg der Digitalisierung zu geben. Diese bietet heute schon vor allem in der Recherche große Chancen und wird in näherer Zukunft auch in Bereiche eindringen, die es zu verstehen gilt.“
  • Gudrun Stangl, Partner und Chief Operating Officer der Wirtschaftskanzlei Schönherr: „Legal Tech wird den Anwalt nicht ersetzen. Kanzleien sollten aber offen auf moderne Technologien zugehen und sie dort einsetzen, wo Prozesse optimiert und die juristische Dienstleistung verbessert werden können.“
  • Organisiert wurde die Legal Tech Konferenz von Sophie Martinetz, Gründerin der Plattform Future Law: „Ich freue mich sehr, dass das Interesse und die Bereitschaft sich mit der Digitalisierung auseinander zu setzen in der Rechtsbranche so groß ist. Wir sind ja am Anfang der Reise.“

Man habe erstmalig ein „Next Generation Ticket“ an den Nachwuchs vergeben, so Martinetz: „Ein Danke auch an alle Universitäten mit denen wir kooperierten“. Das sei konkret jene Generation, die Juristerei und Technologie unter einen Hut bringen werde.

Besonders viel Zeit und Arbeit habe man der Suche von Legal Tech Start-Ups gewidmet, entsprechend stark besucht sei der Ausstellungsbereich und Start-up Hub der Konferenz gewesen.

Die Besucherliste

Unter den Vortragenden und Besuchern befanden sich u.a. Gernot Thanner (Rechtsabteilungsleiter IBM), Anja Tretbar-Bustorf (Rechtsabteilungslieterin T-Mobile), Alberto Sanz de Lama (CEO Lexis Nexis), Christian Pindeus (Founder Simplex und Partner bei SCWP), Katharina Schelberger (Bereichsleiterin Konzernrecht ÖBB-Holding AG), Wolfgang Pichler (Business Development, Manz Verlag), Gudrun Stangl (COO und Partnerin Schönherr Rechtsanwälte), Bertram Burtscher (Partner, Freshfields Bruckhaus Deringer), Christian Gesek (Oberstaatsanwalt IKT der Justiz), Nikolaus Forgó (Vorstand Institut Innovation & Digitalisierung Uni Wien), Daniela Feuersinger (BRZ Leitung Strategie & Kommunikation), Michael Enzinger (Präsident der RAK Wien), Jakob Reiter (CEO The Ventury), Alexander Skribe (Rechtsanwalt, Fairplane.at), Ingo Steinwender (Rechtsabteilungsleiter CA Immo) und viele mehr.

Link: Future Law

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